Mit Feuereifer im Einsatz

Seine Freizeit in den vergangenen mehr als 40 Jahren hat Martin Schafnitzel als Feuerwehrmann in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. Mit einem großen Festakt wurde der Kreisbrandrat in Ruderatshofen in den Ruhestand verabschiedet. Für seinen Einsatz und seine stets freundliche Art wurde Schafnitzel von allen Seiten kräftig gelobt.

„In Anerkennung und Würdigung seiner unermüdlichen Tätigkeit für die Freiwillige Feuerwehr in verschiedenen Führungspositionen“ gibt es eine große Feier zu Ehren von Martin Schafnitzel, verkündete zu Beginn des Abends Markus Barnsteiner, der neue Kreisbrandrat des Landkreises. So stand die Feier ganz im Zeichen von Martin Schafnitzel. Insbesondere Vertreter fast aller rund 100 Ostallgäuer Feuerwehren aber auch Repräsentanten der so genannten „Blaulichtorganisationen“ und der Kommunen, mit denen Schafnitzel immer eng zusammenarbeitete, waren zur Abschiedsfeier gekommen. Schon mit 17 Jahren trat Martin Schafnitzel in seinem Heimatort der Freiwilligen Feuerwehr Pforzen bei. „Dort hat er Feuer gefangen und das hat ihn nicht mehr losgelassen“, blickt der stellvertretende Landrat Alexander Müller zurück, „aus der Begeisterung wurde Berufung für das manchmal gefährliche und stets anspruchsvolle Ehrenamt“. Von 1973 bis 1987 war Schafnitzel Feuerwehrkommandant und bereits ab 1984 zunächst Kreisbrandmeister und später dann Kreisbrandinspektor. Vor 16 Jahren wurde er zum Kreisbrandrat des Landkreises Ostallgäu bestimmt. Auf sein Engagement ist die Gründung des Kreisfeuerverbandes im Jahr 1994 zurückzuführen. „Bei ihm sind Sachverstand, Erfahrung und Führungskompetenz vereint“, würdigt Müller den 63-Jährigen, der gemäß der Statuten aufgrund seines Alters verpflichtet ist, sein Amt abzugeben. Auch die Gründung des Kreisjugend-Feuerwehrverbandes und die Einführung des Kreisfeuerwehrtages trägt die Handschrift von Martin Schafnitzel, dem die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrmänner stets ein besonderes Anliegen war. „Die Kompetenz und das einnehmende, freundliche Wesen“, lobt Manfred Rinderle stellvertretend für die Ostallgäuer Bürgermeister. „Für die anderen da sein“, war stets die Motivation für Schafnitzel und deshalb sei er bei Alarmmeldungen „aus jeder Lebenslage einfach losgefahren“, erinnern sich seine Frau und die vier Kinder zurück. Überwältigt von so viel Zuspruch und Lob zeigt sich Martin Schafnitzel bei seiner Abschiedsfeier gerührt und gesteht: „Mein Leben richtete sich stets nach der Feuerwehr, die für mich wie eine große Familie ist. Die Freiwillige Feuerwehr war mein ein und alles. Die Trennung fällt schwer.“ Er habe immer im „Sinne des Guten“ gehandelt und wünscht seinem Nachfolger „Vertrau auf Gott“. Markus Barnsteiner tritt als neuer Kreisbrandrat in die Fußstapfen von Martin Schafnitzel.

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