Feuerwehrball 2018 in Kaufbeuren unter dem Motto „Buron Airport“

Feuerwehr hebt ab

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Im Foyer erfolgt der Sicherheits-Check: Gepäckdurchleuchtung und „Abpiepsen“.
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Flugsimulator im Vorprogramm. Fast alle legten einen einwandfreien Crash hin...
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Auch der „Rote Baron“ beehrte den Ball mit seiner Anwesenheit – authentisch bis hin zu den Knobelbechern.
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„Chefpilot Hubert Hansen“ (Hubert Weikmann) macht gemeinsame Sache mit Bombenlegern und Terroristen.

Kaufbeuren – Auf den ersten Blick scheint das Thema „Buron Airport“ nicht allzu viel herzugeben. Aber auf dem Feuerwehrball am vergangenen Samstag im Stadtsaal bewiesen viele (wenn auch nicht ganz so viele wie erhofft) kreativ und phantasievoll Kostümierte das Gegenteil.

Da gab es Piloten und Stewardessen, und Touristen herrschten vor, Hawaii-Besucher, Fußball-Reisende, ganz „normale“ Urlauber und internationale Reisende wie arabische Scheichs oder afrikanische Häuptlinge. Außerdem war zahlreiches Flughafenpersonal zu sehen, Reinigungskräfte, Wartungstechniker, Sicherheitsleute, Zollbeamte und Flughafenpolizei.

Schon seltener waren Flughafen-Kontrolltürme, Duty-Free-Produkte, Terroristen, oder Fliegerpioniere. Die Flughafen-Seelsorge und eine Fesselballon-Pilotin mit einem Doppeldecker als Begleiter wurden nur einmal entdeckt. Eine ganze Reihe von Ballgästen stellte das Motto als Paar oder sogar als Gruppe dar: ein paar Landebahnbeleuchtungen, ein Kegelclub, der einschließlich Sophia offenbar den Ballermann zum Ziel hatte („Wenn ich voll bin, bringt mich zu Sophia...“), eine Gruppe etwas ramponierter Papp-Koffer oder Streikende und Demonstranten aller Art. Zu Letzteren gehörten auch OB Stefan Bosse als Anton Hofreiter und Katja Brauner als Cem Özdemir.

Die freiwilligen Helfer unter Stefan Geyerhalter hatten sich mit der Dekoration im Stadtsaal wieder selbst übertroffen: entlang der Wände fand sich wie in jedem Flughafen Werbung. Links neben der Bühne stand der Buron-Airport-Tower und rechts schwebte ein über fünf Meter langes, rotes einmotoriges Propellerflugzeug. Aber zunächst musste man den Sicherheits-Check mit Gepäck- Durchleuchtung im Foyer durchlaufen. Erst dann durfte man im Vorprogramm an einem Papierflieger-Wettfliegen teilnehmen, sich an einem Flugsimulator versuchen oder seine drei Leben an einem überdimensionalen „Looping Louie“ verteidigen.

Die Einlagen der Feuerwehr im Hauptprogramm unter der künstlerischen Leitung von Florian Erdt und Steffi Glogowski rissen das Publikum zu Beifallstürmen hin: Vor dem Start von „Flug 2018“ erfolgte eine Sicherheitseinweisung durch das Bordpersonal. Sechs charmante Stewardessen (drei davon männlichen Geschlechts) demonstrierten, was der Lautsprecher ansagte – zweisprachig: in Zwerchfell erschütterndem Allgäuerisch und auf Hochdeutsch. Unter anderem wurden da ausgediente, klobige Styropor-Schwimmwesten vorgeführt und „Im Falle eines Druckverlusts“ Feuerwehr-Sauerstoffmasken angelegt. Dann begrüßte „Chefpilot Hubert Hansen“ (alias Hubert Weikmann, der Vorsitzende des Feuerwehrvereins) die (Flug-)Gäste und teilte mit, der Flug 2018 könne nun mit der Band Flashdance abheben – „für die Landung ist jeder selbst verantwortlich!“ Der Saal hob tatsächlich ab. Flashdance-live spielte gut tanzbare, beliebte Evergreens, die meistens begeistert mitgesungen und -geklatscht wurden.

In der zweiten Einlage zeigten auf den besonderen Wunsch der beiden Stewardessen Dani Dempfle und Alexander Friedrich zehn junge Feuerwehrler zu „Echte Männer wie wir „akrobatische Menschenpyramiden, gefolgt von einem Play-Back-Feuerwerk: Alexander Schwangarth trat mit „Flieger, grüß mir die Sonne“ von Hans Albers in einem „Düsenflieger“ (mit Wunderkerzen) auf. Guido Mooser zog sich zu Reinhard Mays „Über den Wolken“ einen Riesen-Joint rein. Sophia Mähler glänzte mit Nenas „99 Luftballons“, die auch tatsächlich von der Galerie herabschwebten. Florian Erdt beschwor seinen Luftballon „Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund“. Und schließlich kamen beim „Landeanflug“ zu Donikkls Fliegerlied immer mehr Feuerwehrler zusammen, bis alle Mitwirkenden in einem Schlussbild ihren wohlverdienten Applaus entgegen nehmen konnten. Damit war aber natürlich der Ball noch lange nicht zu Ende, das bunte Treiben setzte sich noch bis in die frühen Morgenstunden fort.

von Ingrid Zasche

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