Zuschuss der Stadt Kaufbeuren steht. Zieht der Kreisausschuss nach?

Entscheidung über Zuschuss am Montag

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Ob die Halle auf dem Kaufbeurer Momm-Gelände, in der auf einer Teilfläche momentan historische Fahrzeuge und andere Exponate zwischengelagert sind, eine dauerhafte Heimat für das Feuerwehrmuseum wird? Am Montag entscheidet der Landkreis erneut über einen teilweisen Mietzuschuss.

Ostallgäu/Kaufbeuren – Das Jahresende rückt näher, und damit auch die Deadline für das Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu, eine Halle auf dem Kaufbeurer Momm-Gelände zu vergünstigten Konditionen mieten zu können. Wie berichtet, bemüht sich der Verein schon seit längerem, die bisherige „Notlösung“ für die Unterbringung der Exponate mit drei unterschiedlichen Standorten und beengter Raumsituation zu beenden und dauerhafte, angemessene Räumlichkeiten für das Museum zu finden.

Nachdem der Landkreis vor einigen Wochen im Kreisausschuss eine dauerhafte Bezuschussung der Miet- beziehungsweise Betriebskosten abgelehnt hatte, steht das Thema dort am Montag erneut auf der Tagesordnung.

Hubert Weikmann, Vorstand der Kaufbeurer Feuerwehr und stark engagiert beim Feuerwehrmuseum, hofft auf eine positive Entscheidung. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, zudem hat die Stadt Kaufbeuren zwischenzeitlich nach Beratungen im Verwaltungsausschuss eine Übernahme von 50 Prozent der Kalt-Mietkosten genehmigt. Dies war zum Zeitpunkt der jüngsten Kreisausschuss-Sitzung noch nicht der Fall“, so Weikmann. Einige der Kreisräte hatten ihre Ablehnung unter anderem mit dem noch nicht feststehenden Zuschuss der Stadt begründet.

Gefordert worden war außerdem, andere Fördermöglichkeiten auszuloten. Auch dies habe man in der Zwischenzeit erfüllt. „Eine laufende Mietförderung durch den Bezirk Schwaben scheidet aus. Jedoch gibt es hier die Aussicht auf eine anteilige Investitionskostenförderung. Auch von Kreisfeuerwehrverband gebe es das Signal auf eine einmalige Zuwendung.

Eine LEADER-Förderung des Museums ist leider vom Grundsatz her nicht möglich, weil Kaufbeuren als Stadt nicht unter den ländlichen Raum fällt“, so Weikmann. Unterstützung gab es dagegen von den Landkreis-Wehren. „In den vergangenen fünf Wochen haben wir über 20 neue Vereinsmitgliedschaften aus der Region dazugewonnen“, freut sich Weikmann.

Neben der finanziellen Unterstützung würde so auch die Bedeutung des Museums über die Grenzen Kaufbeurens hinaus weiter gestärkt. Mitte November waren einige Kreistagsmitglieder und Kaufbeurer Stadträte einer Einladung in die derzeitigen Räume des Museums in der Spittelmühle und auf dem Momm-Gelände gefolgt.

Armin Holderried, Bürgermeister von Mauerstetten, zog folgendes Resümee: „Ich bin sehr angetan von dem großen ehrenamtlichen Engagement, das der Verein aufbringt, um die Exponate zu pflegen. Die derzeitige Unterbringung ist sicher nicht optimal und in der möglichen neuen Unterkunft böten sich hervorragende Möglichkeiten zur Präsentation der Exponate unter einem Dach mit ausreichend Platz. Eine Unterstützung dieses überregionalen Projektes auch aus dem Landkreis Ostallgäu halte ich für sinnvoll und geboten“.

Hubert Weikmann sowie Helmut Winkler, 1. Vorsitzender des Vereins Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu e. V., hoffen nun, dass die Mehrheit der Kreisräte dies am Montag genauso sieht. Am Dienstag steht das Thema, nach der Entscheidung des Kreisausschusses, zudem erneut im Kaufbeurer Verwaltungsausschuss zur Beratung an.

von Michaela Frisch

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