Jahreshauptversammlung des Feuerwehrmuseums

Sonderausstellung zum Zugunglück bei Aitrang 1971 geplant

Sonderausstellung vom Zugunglück  Diorama
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Die Bilder aus der geplanten Sonderausstellung vom Zugunglück bei Aitrang 1971 zeigen Originalfotos und Umsetzung im Diorama: Der 116 Tonnen schwere Maschinenwagen wurde mit zwei dampfbetriebenen Eisenbahnkränen aufgerichtet.

Kaufbeuren/Ostallgäu – Nach dem Ausfall im vergangenen Jahr wurde die Jahreshauptversammlung des Feuerwehrmuseums Kaufbeuren-Ostallgäu nun online nachgeholt. Die Ergebnisse zeigen Veränderung durch coronabedingte Schließungen. Eine Sonderausstellung wartet auf die Wiederöffnung des Museums.

Durch die Corona-Pandemie bedingt, musste die Jahreshauptversammlung des Feuerwehrmuseums Kaufbeuren-Ostallgäu im vergangenen Jahr ausfallen. Für dieses Jahr hatte man den Weg einer Online-Videokonferenz gewählt. Vorstand Helmut Winkler begrüßte die Mitglieder online auf dem geteilten Bildschirm. Das Jahresergebnis des Vereins lag 2019 noch im positiven Bereich. Für 2020 musste der Verein durch deutlich weniger Einnahmen, aber auch durch weniger Spenden, einen Verlust verzeichnen. Die Vorstandschaft wurde für beide Jahre einstimmig entlastet.

In seinem Bericht bezifferte Winkler die Anzahl der Mitglieder auf aktuell 165. Hatten 2019 noch über 2000 Besucher das Feuerwehrmuseum besucht, so waren es pandemiebedingt im vergangenen Jahr lediglich etwas mehr als 900. Aber untätig blieben die Helfer und Freunde des Museums nicht. Sie installierten in den beiden vergangenen Jahren einen Treppenlift für barrierefreien Zugang zum oberen Stockwerk der Ausstellungsräume und ein Behinderten-WC. Stolz vermeldete Winkler, dass der Mietvertrag ebenfalls verlängert wurde. Weiter wurde auch die Ausstellung selbst durch eine Schlauchtrocknung und durch funktionierende Feldtelefone erweitert. Die Sonderausstellung 2020 zum Rathausbrand war ein großer Erfolg und zahlreiche Zeitzeugen erinnerten sich an das Erlebte. Vorbereitet für eine Wiederöffnung hatte man auch einheitliche Kleidung für die Helfer beschafft, einen gedruckten Gästeführer und einen Museumsführer in englischer Sprache erstellt. Letzterer war auch ein notwendiger Bestandteil für die Zertifizierung durch den Weltfeuerwehrverband CTIF im September 2020.

Das Museum hat auch dieses Originalfoto vom Zugunglück in Aitrang (1971): Der 116 Tonnen schwere Maschinenwagen wurde damals mit zwei dampfbetriebenen Eisenbahnkränen aufgerichtet. In der geplanten Ausstellung wird die Szene als Diorama ausgestellt, wie es auf der Titelseite dieser Ausgabe zu sehen ist.

Besonders erfreut war Winkler über die schnelle Reaktion im Dezember: Die geplante Krippenausstellung musste coronabedingt ausfallen, dafür wurde kurzfristig ein Online-Adventskalender erstellt und auf der Homepage präsentiert. „Aus Nix wieder was gemacht“, amüsierte sich Winkler. Er dankte allen Helfern und Mitgliedern und wünschte allen: „Bleibt negativ bei Corona, aber sonst positiv!“

Zusammen mit den Eisenbahnfreunden Kaufbeuren wurde die Sonderausstellung mit Dioramen erstellt, die das Eisenbahnunglück 1971 in Aitrang beleuchtet. Das Unglück wird dabei aus der Sicht der Helfer gezeigt und zahlreiche Originalfotos und Dioramen werden in Kürze gegenübergestellt.

Wolfgang G. Krusche

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