„Leila im Museum“ – Episode II

Filmvorstellung im Künstlerhaus Marktoberdorf

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Leila Specht (vorne Mitte) erklärt Kunst. Im zweiten Kurzfilm des Künstlerhaus Marktoberdorf führte sie durch die Ausstellung „Aufgetischt“. Auf dem Foto wird sie umrahmt von Carl Singer, Vorsitzender der Kunst- und Kulturstiftung Dr.-Geiger-Haus, Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell, Museumsleiterin Maya Heckelmann und den Vertretern der Sparkasse Allgäu Rochus Nickl, Stefan Riedle und Markus Filser.

Marktoberdorf – Was ist schon Kunst? Darüber haben sich über die Jahrhunderte bereits viele Köpfe ausgelassen. Das Künstlerhaus Marktoberdorf hat sich zu dieser Frage eine  Expertin ins Museum geholt und aus den Kunsterklärungen der neunjährigen Leila Specht gleich selbst ein Kunstwerk geschaffen.

Es entstand ein rund sechsminütiger Kurzfilm, den das Künstlerhaus jüngst der Öffentlichkeit präsentierte.

„Leila im Museum“ nennt sich dieser Film, den Museumsdirektorin Maya Heckelmann gemeinsam mit ihrem Team und mit Unterstützung der Sparkasse Allgäu anlässlich der Ausstellung „Aufgetischt. Vera Mercer und Daniel Spoerri“ vergangenes Jahr realisierte. Leila herself führt durch die Ausstellung und tut dies mit dem frischem Blick und dem unverstellten Charme eines jungen Mädchens. „Das passt jetzt nicht in mein Zimmer“, kommentiert die Schülerin beispielsweise Daniel Spoerris Objektkunst und schiebt nach: „Bei mir ist es doch eher aufgeräumt.“ Sie wundert sich mehr als einmal: „Komische Idee, Teller mit Essensresten an der Wand aufzuhängen“, und lässt den Zuschauer schmunzeln.

„Leila hat schon einen feinen Kunstgeschmack“, lobt Maya Heckelmann lächelnd. Sie greift nicht zum ersten Mal auf den Kunstsinn der jungen Marktoberdorferin zurück. Bereits 2016, als Sechsjährige, hat uns Leila die Kunst erklärt – damals anlässlich der Ausstellung von Dieter Krieg „Bügeln ist nichts für Hausfrauen“. „Wegen der extrem positiven Resonanz“, so Heckelmann, „haben wir uns entschlossen, einen zweiten Kurzfilm mit der inzwischen neunjährigen Leila zu drehen, die uns dieses Mal versucht, die Kunst Daniel Spoerris und Vera Mercers näher zu bringen.“ Und tatsächlich macht Leila charmant begreifbar, was Kunst vor allem sein will: überraschend, provozierend und inspirierend.

Wer sich selbst ein Bild verschaffen möchte, der sei auf den Videokanal Youtube verwiesen, wo unter „Leila im Museum“ beide Kurzfilme betrachtet werden können.

Angelika Hirschberg

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