"filmzeitpreisträger" nehmen Auszeichnung im Kaufbeurer Rathaus entgegen

Filme mit Nachhall

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Oberbürgermeister Stefan Bosse, Festivalleiter Roman Harasymiw (v. li.), die Preisträger Eileen Byrne und Allexander Fritzemeyer, Birgit Kern-Harasymiw und Preisträger Ozan Memer bei der Trophäen-Übergabe.

Kaufbeuren – Um ihre Auszeichnung im Rahmen des 10. Allgäuer Filmfestivals „filmzeitkaufbeuren“ entgegenzunehmen, waren die talentierten Filmemacher Ozan Memer und Allexander Fritzemeyer („Terrier“), und Eileen Byrne („Irisdescence“) vorvergangene Woche zu Gast in Kaufbeuren.

Im Rathaus wurde ihnen im Beisein von Oberbürgermeister Stefan Bosse, Festivalleiter Roman Harasymiw und Birgit Kern-Harasymiw offiziell der BLASI beziehungsweise der Innovationspreis und das Preisgeld überreicht.

Da die Preisträger am eigentlichen Tag der Preisverleihung verhindert waren, wurde die Übergabe nun nachgeholt. Der Jurypreisträgerfilm „Terrier“ von Autor und Regisseur Ozan Memer und Produzent Allexander Fritzemeyer über einen „vermeintlich schwer erziehbaren Jungen“ konnte laut Urteilsbegründung der Jury durch seinen „klugen Erzählstil und den sparsamen kinematographischen Mitteln“ sowie dem „treffendem Gespür für die Milieus und psychologischen Mechanismen seiner Figuren“ überzeugen. Der zweite Teil des Jurypreises ging an den Dokumentarfilm „Kopfüber“ von Daniel Thomaser. Mit dem von vwew ausgelobten Innovationspreis wurde Eileen ­Byrne für ihren Film „Irisdescence“ ausgezeichnet, bei der sie die Buchvorlage lieferte und Regie übernahm. Der „intensive, sehr persönliche Film“ handelt von der Freundschaft zwischen Filmemacherin Byrne und Tänzerin Malada, die „nach der Diagnose Brustkrebs zusammen einen kreativen Kampf gegen die schwere Krankheit beginnen“, und sprach die Jury durch seine „ungewöhnliche Umsetzung und die positiven Impulse“ an.

Vom filmzeit-Festival waren die Preisträger alle gleichermaßen angetan. Es sei wichtig eine Plattform zu haben, die es einem erlaubt, auf diese Weise zu experimentieren und das Ergebnis dem Publikum zeigen zu können, so Byrne. Eine solche Art des Kinos, so ergänzte Memer, finde kaum den Weg in Mainstream-Kinos, und Festivals wie dieses würden eine Annäherung an die Zuschauer ermöglichen. Dem schloss sich auch Fritzemeyer an: Solch eine „professionell organisierte“ Veranstaltung wie die filmzeit sei „gerade in Kleinstädten“ von großer Bedeutung, um die Leute zu erreichen.

Die jungen Filmemacher, die alle an der Münchner Filmhochschule studierten, wollen durch ihre Werke eine Antwort im Zuschauer provozieren – wie vielfältig diese auch ausfallen mag. Für Memer ist das Filmemachen eine „Möglichkeit zu reflektieren, was in der Gesellschaft passiert, in Kommunikation zu treten und einen Diskurs anzuregen“. Im Hinblick auf ihren Beitrag „Terrier“ greift Fritzemeyer hierzu die sozialkritische Thematik auf, die der Film verhandeln soll. Für Byrne liegt die Motivation ihres Schaffens, in aller Einfachheit ausgedrückt, darin begründet, „Geschichten zu erzählen, Menschen zu berühren“. Das ist ihr und ihren Filmkollegen im Angesicht dieser Auszeichnung gelungen.

von Mahi Kola

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