Finale Furioso in Irsee

Bruno Weil, das kanadische Tafelmusik Orchestra und der Tölzer Knabenchor verabschiedeten sich unter tosendem Applaus und bei stehenden Ovationen.

Über 3.000 Besucher waren zur letzten Ausgabe des Musikfestivals Klang & Raum kürzlich ins Kloster Irsee gekommen, darunter langjährige Freunde und Förderer des Festivals sowie „Junges Publikum“. Mit vier ausverkauften Konzerten und einem voll besetzten Saal beim Teilnehmerkonzert der Internationalen Meisterkurse für Alte Musik verzeichnet das Festival eine Rekordauslastung von 95 Prozent.

Von Wolfgang Amadeus Mozarts „Prager“ bis hin zu Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie reichte das Spektrum der Meisterwerke, die Bruno Weil im Rahmen der Kirchenkonzerte zu Gehör brachte. Mit der Aufführung von Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ in der ausverkauften Klosterkirche mit dem Tafelmusik Orchestra, dem Tölzer Knabenchor sowie den Solisten Sigrid Plundrich (Sopran), Andreas Weller (Tenor) und Hanno Müller-Brachmann (Bass-Bariton) fiel dann der Vorhang für Klang & Raum zum letzten Mal. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Gründer und Künstlerische Leiter Bruno Weil, fünffacher ECHO Klassik-Preisträger, verkündet, Klang & Raum 2011 zum letzten Mal stattfinden zu lassen (wir berichteten). Nach der Vollendung des Beethoven-Zyklus mit der 9. Sinfonie, verwirklicht mit den Ensembles in residence des Festivals, Tafelmusik Orchestra und Tölzer Knabenchor, bleibt dem Dirigenten ein letzter Traum unerfüllt: „Es gibt kein größeres Glaubensbekenntnis als die Missa Solemnis von Beethoven! Dies bei Klang & Raum aufzuführen bleibt ein unerfüllter Traum. „Aber wie eine alte indianische Weisheit sagt, ‘Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann’“, so Bruno Weil.

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