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Finanzhochschule könnte auf Moosmangwiese entstehen

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Grundstück zwischen Neugablonzer Straße, Moosmangstraße und Grünem Zentrum 2022
Ein rund 20.000 Quadratmeter großes Grundstück zwischen Neugablonzer Straße, Moosmangstraße und Grünem Zentrum in Kaufbeuren könnte Heimat für rund 300 Studierende der Hochschule sowie für mehrere Lehr- und Verwaltungsgebäude werden. © Gattinger

Kaufbeuren – Was lange währt, wird endlich gut? Die Suche nach einem Standort der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, Fachbereich Finanzen in Kaufbeuren scheint beendet. Ein Grundstück auf der sogenannten Moosmangwiese könnte dafür den Eigentümer wechseln.

Nach Gesprächen zwischen Oberbürgermeister Stefan Bosse und Unternehmenschef Peter Leo Dobler konnte Bosse verkünden, dass die Firma Dobler dem Freistaat Bayern ein rund 20.000 Quadratmeter großes Grundstück zwischen Neugablonzer Straße, Moosmangstraße und Grünem Zentrum anbieten wird. Der OB zeigte sich zuversichtlich, dass sowohl der Freistaat als auch der Kaufbeurer Stadtrat dem Grundstücksgeschäft zustimmen werden, da es sich um „ein zukunftsfähiges und ausgewogenes Paket“ auf einem „top Standort“ handele.

Der Lageplan des Gebiets Moosmangwiese
Der Lageplan des Gebiets Moosmangwiese, wo nun auch die Finanzhochschule gebaut werden könnte. © Stadt Kaufbeuren

Nach insgesamt sechs verschiedenen Standortvarianten, die in den vergangenen Monaten intensiv analysiert und mit den Vertreterinnen und Vertretern des Freistaates Bayern diskutiert worden waren, liegt nun nach Bosses Einschätzung ein Angebot auf dem Tisch, das mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Freistaat Bayern akzeptiert werde.

Bereits seit dem Jahr 2008 ist Kaufbeuren Sitz einer Außenstelle der Hochschule für den öffentlichen Dienst, Fachbereich Finanzwesen. Die zunächst nur vorübergehend angesiedelte Einrichtung wurde im Zuge der Heimatstrategie 2015 fest nach Kaufbeuren verlagert. In der Folge beabsichtigte der Freistaat Bayern die Außenstelle komplett neu zu bauen und die angemieteten Gebäude anschließend aufzugeben. Seither läuft in Kaufbeuren die Suche nach einem geeigneten Baugrundstück, das das Lehrsaalgebäude, eine Turnhalle, eine Mensa, Verwaltungsgebäude sowie die Wohngebäude für 300 Studierende aufnehmen kann.

Die bisher untersuchten sechs Grundstücke hatten nicht den Anforderungen des Freistaates Bayern entsprochen, der ein zusammenhängendes Areal mit rund 20.000 Quadratmetern zum Kauf benötigt.

Nunmehr hat sich in Gesprächen des Oberbürgermeisters mit Unternehmenschef Peter Leo Dobler ein richtungsweisender Lösungsansatz ergeben. Im Rahmen eines Gesamtpaketes, das insgesamt drei Grundstücksgeschäfte beinhaltet, wird die Firma Dobler dem Freistaat Bayern das Grundstück zwischen Neugablonzer Straße, Moosmangstraße und Grünem Zentrum in Kaufbeuren anbieten. Das rund 20.000 Quadratmeter große Grundstück könnte den Eigentümer wechseln, wenn der Freistaat Bayern das Angebot annimmt. Bosse ist sich sicher, dass die angebotene Fläche allen Anforderungen des Freistaats entspricht. Zusätzlich böten sich dem Staat durch die Nachbarschaft des staatlichen Grünen Zentrums sowie des derzeit im Bau befindlichen Polizeigebäudes Chancen auf Synergien, zum Beispiel bei der Schaffung von Parkplätzen oder der Verpflegung der Beschäftigten und Studierenden. „Ich bin dem Unternehmen Dobler sehr dankbar, dass es mit dem Angebot ein weiteres Mal die Weichen für die positive Weiterentwicklung der Stadt stellt“, so Bosse. Im Ergebnis könnte ein großes staatliches Behördenzentrum in sehr verkehrsgünstiger Lage entstehen.

Das Gesamtpaket beinhaltet weiter den Verkauf einer städtischen Fläche im Gewerbepark an der Melchior-Elch-Straße an die Firma Dobler – die Fläche, für die das Unternehmen bereits seit dem Jahr 1998 ein Vorkaufsrecht besitzt. Schließlich kann die Stadt von der Firma Dobler ein Grundstück an der Apfeltranger Straße für das neue Gewerbegebiet „Am Hart“ erwerben. Damit würde das neue städtische Gewerbegebiet eine Bruttogesamtfläche von über 100.000 Quadratmeter erreichen und könnte in einem Verfahren entwickelt werden.

Firmenchef Dobler äußert sich ebenfalls positiv zu der jetzt anvisierten Lösung: „Uns war wichtig, dass die Hochschule in Kaufbeuren bleibt. Der Neubau der Finanz-FH bringt für die örtliche Wirtschaft einen kräftigen Impuls. Er ist ein sehr wichtiges Signal für den Wirtschaftsraum Kaufbeuren-Ostallgäu.“ Ob dieses Gesamtpaket zustande kommt, entscheidet nun der Kaufbeurer Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am 20. Dezember. Da es sich um Grundstücksgeschäfte handelt, wird darüber in nichtöffentlicher Sitzung entschieden.

Der Oberbürgermeister ist sich sicher, dass der Stadtrat seiner Empfehlung zur Annahme des Gesamtpaketes folgen wird. „Insgesamt liegt ein zukunftsfähiges und ausgewogenes Paket auf dem Tisch, das unter anderem die lange Suche nach einem guten Platz für unsere Finanzhochschule mit einem top Standort abschließt.“

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