Sinkende Umsatzzahlen bei Fendt machen Unternehmen zu schaffen

Droht Entlassungswelle?

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Der Traktorenhersteller Fendt erwartet für 2014 sinkende Umsatzzahlen. Jetzt droht offenbar eine Entlassungswelle. Einzelheiten sollen in wenigen Wochen bekanntgegeben werden.

Marktoberdorf – Der Allgäuer Traktorhersteller Fendt hat mit sinkenden Umsatzzahlen zu kämpfen. Das wurde auch an der eingeführten Kurzarbeit deutlich. Zudem hat das Unternehmen verlautbaren lassen, dass nach einem üppigen Jahr 2013 in diesem Jahr vermutlich mit den Umsatzergebnissen von 2011 und 2012 gerechnet wird.

Wie „topagrar ONLINE“ jetzt berichtet, hat der Konzern AGCO seine Gewinnprognose für das dritte Quartal 2014 sowie das Gesamtjahr 2014 nach unten korrigiert. Das bleibt offensichtlich nicht ohne Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahlen, wie Unternehmenssprecher Sepp Nuscheler bestätigte. Genauere Zahlen konnte er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nennen.

Nicht nur die Anfang des Jahres eingeführte Kurzarbeit und bereits 144 entlassene Leiharbeiter sind laut „topagrar ONLINE“ deutliche Anzeichen der schlechteren Auftragslage. Wie der Online-Dienst weiter berichtet, schätzt das Unternehmen das Konzernergebnis pro Aktie für den Zeitraum Juli bis September auf 0,60 US-Dollar (0,48 Euro) bis 0,65 US-Dollar (0,52 Euro) und für 2014 insgesamt auf einen Wert zwischen 4,10 US-Dollar (3,26 Euro) und 4,30 US-Dollar (3,42 Euro). Im Vorfeld war das Unternehmen für das dritte Quartal noch von einer Gewinnspanne zwischen 0,75 US-Dollar (0,60 Euro) und 0,80 US-Dollar (0,64 Euro) beziehungsweise 5,00 US-Dollar für das Gesamtjahr 2014 ausgegangen. Das Jahresergebnis 2013 hatte sich pro Aktie auf 6,01 US-Dollar (4,78 Euro) belaufen. Regionsübergreifend schwächere Verkaufszahlen, eine geringere Produktion und nachteilige Wechselkurse sind laut AGCO die Ursachen für den Gewinnrückgang. 

Personalabbau geplant 

Unter den Beschäftigten wird schon seit einiger Zeit spekuliert, dass es zu einem größeren Personalabbau kommt. Seitens des Unternehmens wurde der Abbau von Personal angekündigt, da der Absatz bereits um 15 Prozent unter den Erwartungen liege. Doch genauere Informationen zum Umfang oder Zeitpunkt möglicher Entlassungen gibt es derzeit nicht. „Mehr als das, was bis jetzt bekannt ist, können wir im Moment nicht sagen. Wir haben einen Rückgang in der Nachfrage und müssen anpassen, aber es gibt noch nichts Konkretes“, so Nuscheler in einem Gespräch mit dem Kreisboten. Er rechne damit, dass es in den nächsten drei Wochen konkreter werde. Auch der Betriebsrat hält sich bedeckt. „Aktuell machen wir zu diesem Thema keine Aussagen. Wenn es etwas Konkretes zu sagen gibt, wird es sicherlich eine offizielle Stellungnahme geben“, lautet die Antwort von Monika Hoffmann als Betriebsratsvorsitzende des Unternehmens auf Anfrage des Kreisboten. von Wolfgang Becker

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