Ausstellungsgelände an der Füssener Straße in Marktoberdorf – Probefahrt nur auf Straßen

Fläche für Landtechnik: Zähes Verfahren

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Der Landmaschinenhandel (hier von der Saliterstraße aus gesehen) möchte hinter der Hoffläche nach Osten hin eine Ausstellungsfläche schaffen.

Marktoberdorf – Langwierig gestaltet sich das Verfahren dafür, dass ein Betrieb für Landtechnik in Marktoberdorf eine Ausstellungsfläche für Traktoren und andere Maschinen schaffen kann. Die Stadt stellt dafür einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan, bei dem nach der letzten Auslegung weder Änderungen erforderlich sind.

So heißt es seitens des Landratsamtes im Hinblick auf den Immissionsschutz: „Probefahrten dürfen nur auf öffentlichen Straßen stattfinden“. Anlassen von Motoren, Vorführungen und Probefahrten sollen nur an Werktagen von 7.30 bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 17 Uhr zulässig sein, am Samstag nur vormittags.

Eine schalltechnische Untersuchung wurde nicht veranlasst. Denn aus der geplanten Nutzung sei zu ersehen, dass keine ständigen und dauerhaften Lärmemissionen von der Ausstellungsfläche im Freien ausgehen, die westlich der Füssener Straße liegt und 1250 Quadratmeter groß ist. Insgesamt ist der Geltungsbereich des Bebauungsplanes doppelt so groß, wobei das Grundstück mit den bestehenden Gebäuden und dem Einzelhandel einbezogen sind.

„Die Genehmigung dieser Ausstellungsflächen nimmt allmählich Formen an, die sind nimmer gspaßig“, wetterte Zweiter Bürgermeister Wolfgang Hannig (SPD) über die Auflagen und das zähe Verfahren. Ralf Baur, der Chef des Stadtbauamts, beruhigte freilich die Gemüter und gab zur Antwort, dass nun „Licht am Ende des Tunnels“ in Sicht sei.

Eduard Gapp von der CSU musste sich bei seiner Anfrage sagen lassen, dass eine kleine Probefahrt auf dem Gelände schalltechnisch anders bewertet wird als auf einer öffentlichen Straße, wo immerzu Verkehrslärm herrscht. Peter Grotz von den Freien Wählern frotzelte, ob denn die Traktoren und Maschinen für eine Probefahrt auf die Füssener Straße rausgeschoben oder rausgelupft werden sollen, wenn denn auf dem Betriebsgelände keine Motoren laufen dürfen.

Nunmehr gelangt der Bebauungsplan ein weiteres Mal in die öffentliche Auslegung. Diese wird aber auf vier Wochen verkürzt, informierte Marion Schmidt vom Stadtbauamt.

jj

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