Oberst Harald Burghardt geht – Nachfolger ist Oberstleutnant Dr. Volker Pötzsch

Führungswechsel beim Fliegerhorst

+
Angetretene Truppe: Abschreiten der Front durch Oberst Harald Burghardt, Oberst Peter Kraus und Oberstleutnant i. G. Dr. Volker Pötzsch (v. rechts).

Kaufbeuren – Der Fliegerhorst Kaufbeuren hat einen neuen Kommandeur. Oberst Harald Burghardt wurde in den Ruhestand versetzt, Nachfolger ist Oberstleutnant im Generalstab (i. G.) Dr. Volker Pötzsch.

Den Kommandowechsel am Technischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe Abteilung Süd (TAusbZLw Abt Süd) in Form eines militärischen Appells vollzog der Kommandeur des TAusbZLw, Oberst Peter Kraus, dessen Sitz in Faßberg ist. Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft und viele Ehemalige nahmen neben den Angehörigen der Schule an der Zeremonie teil, darunter auch Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe aus dem Verteidigungsministerium. Kraus bezeich- nete den scheidenden Kommandeur als einen Soldaten, „in dem das Herz eines begeisterten Truppenführers und Vollblut-Luftfahrzeugtechnikers schlägt“.„Mit Oberst Burghardt verabschieden wir den letzten amtierenden Kommandeur der ehemaligen TSLw 1“, so Oberst Kraus, „er ist aber auch der erste Kommandeur der Abteilung Süd des neuen TAusbZLw.“

Mit diesem Zentrum beschreite man den Weg in eine erfolgreiche Zukunft der technischen Ausbildung in der Luftwaffe. Gerade das Projekt der Optimierung der luftfahrzeugtechnischen Ausbildung werde die Ausbildungslandschaft der Luftwaffe grundlegend verändern und erhebliche Kreativität und Flexibilität abverlangen. Es gelte, so Kraus, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich mit externen Leistungsanbietern zu beweisen. Dabei dürfe man aber nicht vergessen, dass die Ausbildung zu einem Lfz-Techniker und Soldaten führe, der unter Belastung und Bedrohung warten und reparieren können müsse.

Der Wechsel


Am Erfolg des erst sieben Monate alten TAusbZLw aus der Zusammenführung von TSLw 1 und TSLw 3 habe der scheidende Kommandeur einen ganz erheblichen Anteil, so Kraus in seiner Ansprache. Die Umgestaltung des letzten Jahres sei von bisher kaum erlebter Tragweite gewesen und habe auch ihn, Burghardt, vor eine besondere Herausforderung gestellt. „Du hast Deine Aufgaben mit Bravour erfüllt“, so Kraus, „Du hast unsere Luftwaffe gelebt und geprägt!“ Den neuen Komman- deur begrüßte er mit den Worten „Willkommen im Team des TAusbZLw“. Dieser sei aufgrund seiner bisherigen Verwendungen „ausgezeichnet vorbereitet“.

Rückblick


Oberst Harald Burghardt bilanzierte seine Dienstzeit „absolut positiv“. „Persönlich schaue ich auf eine traumhafte Verwendungsreihe zurück“, sagte er. Seine insgesamt maßgeschneiderte Laufbahn habe Auslandsverwendungen erhalten und ihn an Orte gebracht, die er möglicherweise privat nie gesehen hätte. Zudem habe er bis zum heutigen Tage mit seiner Truppe immer Glück gehabt, die zu führen und zu motivieren bei aller Belastung keine Last bedeutet habe. Dafür dankte er allen ausdrücklich. Der scheidende Kommandeur brachte aber auch seine Sorgen über die zukünftige luftfahrzeugtechnische Ausbildung zum Ausdruck. Er sei von der eigenen Ausbildung überzeugt. „Sie ist mehr als die Vermittlung von Daten und Fakten, sie ist die Erziehung zur Verantwortung für Leib und Leben der Besatzungen“, so Burghardt. Hier unterscheide man sich deutlich von einem gewinnorientierten Wirtschaftsbetrieb. Er sehe sehr wohl notwendige Einsparungen, sei aber überzeugt, dass nicht alles unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gesehen werden könne, und plädierte dafür, „nicht nur über, sondern mit der Ausbildung zu sprechen“, um sie fit für die Zukunft zu machen. Seinem Nachfolger wünschte er einen guten Start und eine glückliche Hand. „Pass mir auf die Truppe auf, es ist eine gute Truppe,“ so die emotional geprägten Worte zum Abschied.

Grußworte


Bei Empfang im Offizierheim bedankte sich Staatssekretär Brauksiepe in einem Grußwort mit sehr persönlichen Worten bei Burghardt für 40 Jahre im Dienst als Soldat. Es habe ihn beeindruckt, zu hören, dass der scheidende Kommandeur nicht gerne gehe. „Sie haben nicht irgendeinen Job gemacht, sondern das war Ihr Beruf und Ihre Berufung zum Soldatenleben“, sagte Brauksiepe, „das haben Sie in vielen Verwendungen gelebt!“ Für seinen ehemaligen Referenten und zukünftigen Leiter der Abteilung Süd fand er anerkennende Worte für dessen bisherige Leistungen und wünschte ihm einen „guten Start mit der gewohnten Bravour“ für die neue Aufgabe. Brigadegeneral Rudolf Maus bedankte sich für die Loyalität, Ehrlichkeit und Kameradschaft.

Oberbürgermeister Stefan Bosse bekräftigte, dass die Bundeswehr Teil dieser Stadt und der Region sei und sprach von einem „gemeinsamen Weg in guten und schlechten Tagen“.

Von Wolfgang Becker

Meistgelesen

Eiskalt durch den Dreck
Eiskalt durch den Dreck
Entdecke den Skyline Park neu: Neues Gelände, neue Attraktionen, neuer Fahr-Spaß
Entdecke den Skyline Park neu: Neues Gelände, neue Attraktionen, neuer Fahr-Spaß
Betrüger auf frischer Tat festgenommen
Betrüger auf frischer Tat festgenommen
Der Kreisbote verlost!
Der Kreisbote verlost!

Kommentare