Fördermittel sollen fließen

„Das Technologietranzferzentrum kommt nach Kaufbeuren.“ Diese Aussage fasst der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (Freie Wähler), der sich zusammen mit der Stadt in den vergangenen Monaten für eine Ansiedlung stark gemacht hatte. Hintergrund ist die Zusage der bayerischen Staatsregierung, vorraussichtlich sieben Millionen Euro für das geplante Technologienetzwerk im Allgäu zur Verfügung zu stellen. Wenn der Landtag zustimmt, davon ist allerdings auszugehen, werden von dieser Summer rund 3,3 Millionen in das Projekt nach Kaufbeuren fließen.

Die Zahlen bestätigen wollte das bayerische Wissenschaftsministerium jedoch noch nicht. Laut Pressesprecherin Katja Funken seien die genannten Summen lediglich Vorschläge, die das Kabinett in seiner Haushaltsdebatte am Dienstag (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) verabschiedet hat, oder eben nicht. Ungeachtet dessen, ist die Freude beim Landtagsabgeordneten Pohl groß. Er hatte im September 2009 nach eigenen Aussagen erste Gespräche mit der Staatskanzlei geführt, um die Möglichkeiten zu prüfen, ob die Fachhochschule Kempten in Kaufbeuren eine Außenstelle ansiedeln könne. Mit im Boot war dann im Frühjahr 2010 die Stadt Kaufbeuren. Zusammen warb man in München nun speziell um das Technologietranzferzentrum. Laut Pohl sagte die Staatskanzlei eine Förderung von rund drei Millionen Euro zu, wenn die heimische Wirtschaft die gleiche Summe für die kommenden fünf Jahre aufbringen würde. Weiterhin müsse die Stadt die Räumlichkeiten beziehungsweise die Infrastruktur zur Verfügung stellen. „Alle Parameter konnten jetzt erfüllt werden“, so Pohl. „Die notwendigen Eigenmittel sind von den Firmen Sensortechnik Wiedemann, Venturetec, Mayr-Antriebstechnik und der Firma Hans Schmidt generiert worden, und die Stadt stellt voraussichtlich rund 50000 Euro im Haushalt zur Verfügung. Laut Pohl könnte das Technologietranzferzentrum bereits im kommenden Jahr starten. Vorraussetzung ist allerdings die operative Umsetzung der FH Kempten. Diese muss nun das Netzwerk in Kaufbeuren und Memmingen aufbauen. Die Einrichtung in Kaufbeuren wird sich zukünftig mit der sogenannten Daten- und Leistungsübertragung befassen. Ziel eines Technologietranzferzentrums ist es, Forschung und Anwendung zu verzahnen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken. KL

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