Vorbereitungen laufen an

Förderzusage des Freistaates für Ortsumgehung Ruderatshofen – Baubeginn steht bevor

Plan Ortsdurchfahrten Apfeltrang und Ruderatshofen
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Die Ortsdurchfahrten Apfeltrang und Ruderatshofen sind von einem starken Durchgangsverkehr geprägt. Eine Umfahrung soll jetzt für eine deutliche Entlastung sorgen.

Ruderatshofen – 70 Prozent Förderung des Freistaates Bayern erhält der Landkreis Ostallgäu für den Bau der Ortsumfahrung Ruderatshofen. „Die Planung steht und die Genehmigung liegt vor, nun können wir dank der Förderung durch den Freistaat mit den Arbeiten beginnen“, freut sich Landrätin Maria Rita Zinnecker über die Finanzhilfe aus München. 

Damit es den nun zugesagten Fördersatz gab, war viel politisches Engagement auf allen Ebenen notwendig, berichtet die Landrätin. So habe MdL Klaus Holetschek (CSU), noch in seiner Funktion als Verkehrsstaatssekretär die Ostallgäuer Bemühungen maßgeblich unterstützt und ihnen zum Erfolg verholfen.

Die Förderung durch den Freistaat sei gerade bei den durch die Coronakrise angespannten öffentlichen Haushalten sehr wichtig. „Die Ortsumfahrung Ruderatshofen ist eines der größten und anspruchsvollsten Straßenbauprojekte, das der Landkreis je in Angriff genommen hat“, erklärte Landrätin Zinnecker. Naturschutz, Lärmschutz, Vorgaben der Deutschen Bahn galt es zu berücksichtigen und in der Planung umzusetzen. Über 22,4 Millionen Euro Investitionsvolumen sprechen eine deutliche Sprache. Aufgrund der Förderung ergibt sich für den Landkreis ein Eigenanteil von rund 6,5 Millionen Euro. Neben dem Freistaat spricht Zinnecker auch den Grundstückseigentümern, die die Flächen zur Verfügung gestellt haben, ihren Dank aus: „So ein Vorhaben steht und fällt mit der Kooperation der Eigentümer, das hat hier letztlich konstruktiv und zielgerichtet geklappt“.

Mit den ersten Vorarbeiten soll noch heuer begonnen werden. „Richtig los geht es Mitte 2021 und wenn alles wie geplant läuft, können wir Ende 2023 die Verkehrsfreigabe feiern“, gibt Zinnecker einen Ausblick auf die Bauzeit.

Der Kreisausschuss hat die Maßnahme am vergangenen Freitag einstimmig beschlossen.

Nach über 20 Jahren endlich am Ziel

Die neue Trasse wird sich zukünftig für die Gemeinde Ruderatshofen auszahlen und die Verkehrsinfrastruktur im Landkreis stark verbessern. Nach über 20 Jahren mit Planungen, intensiven Grundstücksverhandlungen und Vertragsgesprächen mit der Deutschen Bahn AG hat der Landkreis Ostallgäu nun durch einen bestandskräftigen Planfeststellungsbeschluss endlich Baurecht für die Ortsumfahrung.

Mehr Sicherheit

Die Bürger in Ruderatshofen werden durch die Maßnahme vom Durchgangs- und Schwerlastverkehr der Achse Markt­oberdorf – Kaufbeuren entlastet; beinahe 6000 Fahrzeugbewegungen täglich, davon über 1000 Fahrbewegungen von Lkws oder Transportern seien mehr als deutliche Zahlen, so Zinnecker. Auch erhöht die künftige Umfahrung die Sicherheit der innerörtlichen Schulwege. Zu guter Letzt wird mit der Maßnahme einer der gefährlichsten Bahnübergange im süddeutschen Raum entschärft und die Verkehrssicherheit deutlich erhöht.

kb

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