Mittelstandsunion Ostallgäu: "Weg mit der kalten Progression"

MU will Bürger entlasten

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Dr. Thomas Jahn

Landkreis – Das Herbstgutachten der CSU-Mittelstandsunion ist ein deutlicher Warnschuss für die Politik: Mittelständler und Verbraucher brauchen Entlastungen statt weitere Belastungen. Dieser Meinung ist zumindest die Mittelstandsunion (MU) Ostallgäu.

Statt immer neue Ausgaben und staatliche Eingriffe brauche Deutschland ein wirtschafts- und leistungsfreundliches Klima, so die Forderung. 

Leistung muss sich lohnen – dieser Grundsatz müsse auch in der Steuer- und Wirtschaftspolitik wieder gelten. MU-Kreisvorsitzender Dr. Thomas Jahn betont: „In Zeiten sich abschwächender Konjunktur darf der Konsum nicht weiter abgewürgt werden. Das setzt voraus, dass Arbeitnehmer nicht von Jahr zu Jahr weniger Geld zur Verfügung haben.“ Jahn weiter: „Wir dürfen nicht länger zulassen, dass bei inflationsausgleichenden Lohnerhöhungen die Kaufkraft sogar sinkt. Deshalb müssen wir die kalte Progression beseitigen. Dazu brauchen wir die Steuerbremse, das heißt eine jährliche, automatische Anpassung des Einkommensteuertarifs an die Preissteigerung.“ 

"Dringende Pflicht" 

Laut einer parallel zum Herbstgutachten vorgestellten Umfrage von TNS Emnid Politik- und Sozialforschung fordere die Mehrheit der Menschen in Deutschland die Beseitigung der kalten Progression: „Die Große Koalition hat in dieser Legislaturperiode die dringende Pflicht, diese Ungerechtigkeit im Steuersystem ein für alle Mal zu beseitigen“, so Dr. Jahn. 

In ihrem Herbstgutachten rechnen die führenden wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute laut MU mit einem Wachstum in diesem Jahr von 1,3 Prozent. Im Frühjahr waren die Gutachter noch von einem Zuwachs von 1,9 Prozent ausgegangen. Für 2015 wird ein Wachstum von lediglich 1,2 Prozent prognostiziert. Im Frühjahrsgutachten war man für das kommende Jahr noch von 2,0 Prozent ausgegangen. Die MU vertritt als Arbeitsgemeinschaft der CSU 4000 Mittelständler in Bayern.

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