"Wächter des Waldes"

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Forstdirektor Gerhard Limmer (links) wünscht seinem Nachfolger Simone Östreicher „eine glückliche Hand bei seinen Entscheidungen“.

Kaufbeuren – Ein Forstmann durch und durch – das ist Gerhard Limmer. Doch der Forstdirektor muss sich nun aus dem Berufsleben in den Ruhestand verabschieden. Bei einer Feierstunde im historischen Sitzungssaal des Kaufbeurer Rathauses stellte sich zugleich Limmers Nachfolger Simon Östreicher vor.

Gerhard Limmer kann auf vier Jahrzehnte zurückblicken, in denen er sich dem Schutz des Waldes verschrieben hat und berichtete den Gästen der Feier seinen beruflichen Werdegang. Nach seiner Referendarzeit in Erlangen verbrachte der gebürtige Kaufbeurer seine Direktionszeit in Augsburg, bis es ihn nach dem Staatsexamen zurück ins Allgäu zog. Von 1990 bis 2003 war er Forstamtsleiter in Mindelheim, danach bis 2005 Leiter des Forstamts Kaufbeuren, dem er schon von 1982 bis 1990 als Stellvertreter vorstand. Obwohl zunächst wohl die „Freude riesig“ war, „zuhause Forstamtsleier zu werden“, bezeichnet Limmer die folgenden zwei Dienstjahre als die „strapaziösesten überhaupt“. Im Jahr 2005 stand nämlich eine Forstreform an, nach der er als Abteilungsleiter am AELF Kaufbeuren beruflich nach Füssen pendeln musste – bis heute.

Landrätin Maria Rita Zinnecker, die Limmer immerhin 20 Jahre kennt, bezeichnete ihn als „Wächter des Waldes und Helfer des Holzes“ , der „immer für den Wald gekämpft“ und „Spuren hinterlassen“ hat. Auch Ministerialrat Robert Morigl erkannte, dass Limmer seine Tätigkeit mehr Berufung als Beruf war, weshalb er mit Ablauf des Dezembers wohl „schweren Herzens“ in den Ruhestand geht. Mit Gelassenheit habe Limmer die Interessen der staatlichen Verwaltung und die der Menschen verknüpft.

Dass Limmer die „romantische Verklärung des Waldes nicht mag“, betonte Oberbürgermeister Stefan Bosse. Die Nutzung des Waldes gehe für den Forstdirektor stets vor.

Mit Limmers Ehrenämtern, seinen Aufgaben im Kaufbeu­rer Stadtrat – unter anderem als Umweltbeauftragter – und als Schöffe im Arbeitsgericht, verspricht sein Ruhestand alles andere als langweilig zu werden. Außerdem freut er sich auf mehr Zeit mit seiner Familie und für die Pflege seiner Wälder.

Nach Limmers Abschiedsworten stellte sich Simon Östreicher als neuer Forstdirektor vor. Er wird ab April nächsten Jahres die Aufgaben von Limmer übernehmen. In der Zwischenzeit werden diese von Forstdirektor Robert Berchtold und Forstrat Philipp Gloning erledigt. Momentan ist der in Immenstadt geborene Östreicher Leiter der „Gruppe Landwirtschaft und Forsten – Hochwasserschutz“ bei der Regierung von Schwaben. Der 42-Jährige freut sich in seiner neuen Tätigkeit „besonders auf die Menschen – die Mitarbeiter und Waldbesitzer“.

von Martina Staudinger

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