Sturmschäden noch beherrschbar

Nach Sturm „Sabine“: Forstdirektor Stephan Kleiner warnt vor dem Betreten von Wäldern

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Richard Stark (Mitte), Förster der Stadt Kaufbeuren, zeigt Forstdirektor Stephan Kleiner (rechts) und Revierleiter Frank Kroll die Sturmschäden im Kaufbeurer Stadtwald.

Landkreis/Kaufbeuren – „Die Stürme ,Petra‘ und ,Sabine‘ haben erkennbare Schäden in den Wäldern des Ostallgäus und Kaufbeuren verursacht“, stellt Forstdirektor Stephan Kleiner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren fest. Vor allem die Böen von Sturmtief „Sabine“ haben viele einzelne Bäume im ganzen Landkreis und in Kaufbeuren umgeworfen oder abgebrochen.

Dabei hat der Sturm insbesondere Wäldern, die bereits durch Stürme oder Borkenkäfer vorgeschädigt waren, nochmals zugesetzt. Allerdings ist das Schadenausmaß insgesamt beherrschbar, so Kleiner.

Waldbesuchern rät Richard Stark, Förster der Stadt Kauf­beuren, ab, in nächster Zeit die Wälder zu betreten und ruft zur besonderen Vorsicht auf. Auch wenn der Sturm sich beruhigt hat, hat sich eine gravierende Gefahrenlage für die Waldbesucher ergeben und in den Wäldern muss weiter mit herabfallenden Ästen oder sogar umstürzenden Bäumen gerechnet werden. Die Aufarbeitung der Sturmschäden ist für die Waldbesitzer nicht ungefährlich. Diese sollten auf die Arbeitssicherheit achten und umsichtig arbeiten, so Forstdirektor Kleiner. Im Zweifelsfall sollten sie die Forstbetriebsgemeinschaften oder sonstige forstliche Dienstleister mit der professionellen Sturmholzaufarbeitung beauftragen. Denn für Ungeübte bergen Bäume, die noch an anderen hängen, abgebrochen sind oder am Boden übereinander liegen, große Gefahren bei der Aufarbeitung. Alle Waldbesitzer sollten sich zudem vor Beginn der Waldarbeiten den nächstgelegenen Rettungstreffpunkt (www.rettungskette-forst.de) einprägen.

Gleichzeitig betont Forstdirektor Kleiner, dass die Waldbesitzer die geworfenen oder gebrochenen Fichten konsequent und rasch aufarbeiten und das Stammholz aus den Wäldern transportieren. Denn diese Bäume sind eine ideale Brutstätte für die Borkenkäfer. Diese fliegen bei wärmeren Temperaturen ab Mitte April aus und können sich in geworfenen oder angeschobenen Bäumen besonders gut vermehren und dann die Wälder weiter schädigen.

kb

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