In Kaufbeuren angekommen

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Ehrengäste der Einbürgerungsfeier.

Kaufbeuren – Wie jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit, wurden den neuen Staatsbürgern der Stadt Kaufbeuren ihre Einbürgerungsurkunden persönlich überreicht.

Die Einbürgerungsfeier im alten Sitzungssaal des Rathauses begann musikalisch mit der Europa-Hymne, die vom Ensemble der Ludwig Hahn Sing- und Musikschule unter Leitung von Binwei Jiang, angestimmt wurde.

In seiner Ansprache ging OB Stefan Bosse auf das Deutschland ein, das sich in den letzten 70 Jahren zu einem friedlichen Europa bekannt habe und so auch zum Motor der europäischen Einheit wurde. 70 Jahre Frieden innerhalb der Europäischen Union sei eine Errungenschaft, die nicht hoch genug zu bewerten sei. Dies gelinge aber nur, wenn die Bürger die Gesetze des jeweiligen Landes achten und anerkenne würden, so Bosse.

Mit großem Verständnis und großer Wertschätzung sprach der OB über die sicherlich nicht einfache Entscheidung von einer Staatsbürgerschaft in eine neue zu wechseln. Es sei nicht nur die Sprache, die sich verändere, sondern auch die neue Kultur und der neue Umgang mit den Menschen in Deutschland. Schon fast beschwörend bat er die neuen Staatsbürger, ihr kulturelles Erbe und ihre Wurzeln in Ehren zu halten und nicht zu vergessen.

In Kaufbeuren leben inzwischen 116 Nationen und Kulturen nebeneinander „und das mit großem Erfolg“. Teil dieses Erfolges seien laut Bosse auch die vielen ehrenamtlich tätigen Kaufbeurer Bürger, von denen einige dieser Feier beiwohnten. Besonderer Dank ging an Hannes Gossner vom Amt für Öffentliche Ordnung, Ausländer- und Staatsangehörigkeitsrecht, der den nicht einfachen Weg der Antragsteller, bis zur Erlangung der Deutschen Staatsbürgerschaft, konstruktiv und aufmunternd begleitete.

Im Namen aller neu eingebürgerten Mitmenschen sprach Sema Topcu den Dank an die Stadt und die sehr gute Betreuung während der Einbürgerungsphase aus. Zum Abschluss der Einbürgerungsfeier erklang das Kaufbeurer Heimatlied und spätestens nach der Strophe: „Rotgelb die Fahne weht, trotzig der Fünfknopf steht, Sturmzeit erprobt“, waren die 51 neuen Staatsbürger in der Wertachstadt angekommen.

von Jürgen Wischhöfer

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