Gestalten, nicht nur verwalten

Freie Wähler nominieren Matthias Fack einstimmig zum Landratskandidaten

+
Der erweiterte Vorstand der Freien Wähler Ostallgäu schlug Matthias Fack zur Wahl des Landratskandidaten 2020 vor. Die Mitglieder des Kreisverbands nominierten ihn einstimmig. Auf dem Foto: Johann Stich (v. li.), stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Kreistag, Susen Knabner, Vorsitzende des FW-Kreisverbands Ostallgäu, Landratskandidat Matthias Fack, Bernhard Pohl, für die Freien Wähler im Landtag, und Johanna Hofbauer, Mitglied des Bezirkstag Schwaben.

Ebenhofen/Ostallgäu – Vom erweiterten Vorstand der Freien Wähler einstimmig vorgeschlagen und der Öffentlichkeit bereits vorgestellt, macht es Matthias Fack nun amtlich. Er kandidiert als Landratskandidat.

Der 47-Jährige aus Buchloe, Präsident des Bayerischen Jugendrings (BJR), wurde am vergangenen Mittwoch im Rahmen der Aufstellungsveranstaltung der Freien Wähler Ostallgäu zu ihrem Landratskandidaten für die Kommunalwahl 2020 bestimmt. Er erhielt dafür die Zustimmung aller anwesenden Mitglieder.

Damit hat für Matthias Fack endgültig der Kampf ums Ostallgäuer Landratsamt begonnen. Doch für politische Scharmützel ist der gebürtige Oberfranke nicht zu haben, wie er in seiner Vorstellung betonte. Durch seine Arbeit an der Spitze der Jugendorganisationen in Bayern sei er zwar politisch sehr gut vernetzt. Aber parteipolitisch unabhängig. Ihm gehe es um die Sachthemen, betonte auch Susen Knabner, die Kreisvorsitzende der Freien Wähler. Und so antwortete Matthias Fack auf die Frage, was ihn antreibe: „Mir geht es darum, im Miteinander Lösungen zu finden und umzusetzen.“ Als Interessenvertreter der Jugend und Behördenleiter zugleich sei es ihm immer wichtig gewesen, unterwegs und bei den Menschen zu sein, gut hinzuhören und Aufgaben anzupacken. „Mir ist es wichtig, dass wir die drängenden Themen der Zeit gemeinsam und nicht gegeneinander angehen,“ schob Fack nach. „Wir müssen gestalten und nicht nur verwalten.“

„Ganz nach unserem Geschmack“

Ideologiefreie Sachpolitik, das ist es, was den Freien Wählern an Matthias Fack gefällt. Für den rührigen Ostallgäuer mag die Anfrage, ob er sich denn vorstellen könne, für die Freien Wähler als Landrat zu kandidieren, überraschend gekommen sein. Für Landtagsabgeordneten Bernhard Pohl – der den Sozialpädagogen und Theologen in seiner Funktion als Präsident des BJR in München kennenlernte und ihn am Rande einer dienstlichen Besprechung zur Seite nahm – war es wohl eher ein Glücksgriff. „Er ist ein Macher und ganz nach unserem Geschmack“, schwärmte Pohl.

Matthias Fack betonte weiter, dass er nicht nur für die Jugend, sondern für alle Generationen da sein wolle. Der zweifache Vater sehe auch, dass es beim Thema Familie oder Alter viel zu tun gebe. Weitere Schwerpunkte setzte er beim Klimaschutz, der nur gemeinsam mit den Landwirten zu stemmen sei. „Gegenseitige Schuldzuweisungen, wie dies gerade den Landwirten passiere, sind nicht zielführend“, sagte er in Ebenhofen. „Ich nehme vielmehr deren Sorgen ernst und weiß um ihren wertvollen Beitrag für unsere Kulturlandschaft und für gesunde Lebensmittel.“

Zum Klimaschutz gehöre auch der Ausbau des ÖPNV, den er kreativ angehen wolle. „Gerade in einem ländlich geprägten Landkreis ist eine gute öffentliche Nahverkehrsversorgung von entscheidender Bedeutung für die Lebensqualität der Menschen“, führte Fack aus. Ebenso schreibt sich der Kandidat der Freien Wähler das Ehrenamt auf die Fahnen, das es zu stärken gelte. „Die Zukunft des Ehrenamts ist für mich von zentraler Bedeutung für ein lebendiges und menschliches Ostallgäu.“ Dazu will Matthias Fack künftig auch das Profil des Landratsamts als Servicestelle für die Bürger schärfen.

„Noch lieber Landrat im Ostallgäu“

Er sei vor allem dankbar, dass es endlich losgehe und freue sich darauf, sich den Ostallgäuern vorstellen zu dürfen. Denn natürlich müsse er sich nun erst einmal im Landkreis bekannt machen. Fack selbst ist mit einer Ostallgäuerin verheiratet und lebt seit 2006 in Buchloe. „Das Ostallgäu ist meine Heimat“, sagt er. Und „Ich bin gerne Präsident des Bayerischen Jugendrings, und noch lieber Landrat im Ostallgäu.“

Die Mitglieder der Versammlung honorierten die Ausführungen Facks mit umfassendem Applaus. Die Nominierungsversammlung für die Kreistagsliste wird am 7. Januar 2020 erfolgen. „Wir haben bereits jetzt eine gute Mischung von Kandidaten zusammen, die sowohl alle Altersstufen, als auch die unterschiedlichsten Berufe vereint“, so die Kreisvorsitzende Susen Knabner.

Angelika Hirschberg

Auch interessant

Meistgelesen

Kunstreiter-Buronia-Ball 2020: Schongauer Prinzengarde begeistert erneut im Stadtsaal Kaufbeuren
Kunstreiter-Buronia-Ball 2020: Schongauer Prinzengarde begeistert erneut im Stadtsaal Kaufbeuren
Einmalig: Tag des offenen Tunnels in Bertoldshofen
Einmalig: Tag des offenen Tunnels in Bertoldshofen
Johann Merz kandidiert für das Aitranger Bürgermeisteramt
Johann Merz kandidiert für das Aitranger Bürgermeisteramt
Buchloe: Elfriede Klein als Bürgermeisterkandidatin der Grünen bestätigt
Buchloe: Elfriede Klein als Bürgermeisterkandidatin der Grünen bestätigt

Kommentare