Nächstes Ziel: Berlin

Freie Wähler nominieren Mariana Braunmiller als Bundestagskandidatin

Bundestagskandidatin Mariana Braunmiller.
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Bundestagskandidatin Mariana Braunmiller.

Unteregg/VG Dirlewang – Die Freien Wähler Schwaben haben am vergangenen Sonntag vor dem Sport- und Schützenheim Oberegg unter der Wahlleitung von Susen Knabner einstimmig Mariana Braunmiller als Kandidatin für den Wahlkreis 257 aufgestellt. Dieser Wahlkreis umfasst die kreisfreien Städte Kaufbeuren und Memmingen, den Landkreis Ostallgäu und zahlreiche Orte im Landkreis Unterallgäu. 

Die 38-jährige Mariana Braunmiller kam schon im Kindesalter ins Allgäu nach Dietmannsried. Seit sechs Jahren lebt sie mit ihrem Mann und den zwei Kindern in Wolfertschwenden. Dort zog sie im Mai 2020 auch in den Gemeinderat ein. Die technische Zeichnerin und Diplom-Wirtschaftsingenieurin arbeitet als Projektmanagerin im Bereich Verpackungsmaschinen und erholt sich mit der Familie am liebsten in der freien Natur. Im Gemeinderat engagiert sie sich in den Ausschüssen „Kindergarten und Schule“, „VG-Gemeinschaftsversammlung“ sowie den Referaten „Seniorenbeauftragte / Integration Behinderte“ und „Energie- und Klimaschutz“. Einige der von ihr angestrebten Veränderungen können jedoch nur durch höhere politische Instanzen erreicht werden. Um für das Allgäu auf Bundesebene etwas zu bewirken, hat sie sich nun als Kandidatin für den Deutschen Bundestag beworben.

„Warum wollen die Freien Wähler in den Bundestag?“, fragte der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl in seinem Grußwort und erinnerte an ähnliche Fragen, als 1997 der Aufbruch in den Landtag erfolgte.

Der Bezirksvorsitzende von Schwabens Freien Wählern, MdL Alexander Hold, ergänzte, dass 2017 der Versuch in den Bundestag einzuziehen noch belächelt wurde, mittlerweile jedoch sehr viel ernster genommen werde. Es sei wichtig, dass die Freien Wähler als Korrektiv in der Politik mitwirkten, und für einen landesweiten Einfluss müsse man auch im Bundestag vertreten sein.

Als Ehefrau und berufstätige Mutter kenne Braunmiller die Probleme des Alltags. Dieser Bezug zum normalen Leben sei das, was den Herrschaften in Berlin oftmals fehle, meinte Hold. Braunmillers Engagement gelte, wie sie in ihrer Präsentation sagte, deshalb auch der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der steuerlichen Begünstigung von Familien und einer kostenfreien Kinderbetreuung. Kindern und Jugendlichen solle die gleiche Chance auf Bildung ermöglicht werden. Aber auch im Bereich Gesundheit und Pflege bedürfe es dringend einer Reform. „Ein soziales Gesundheitssystem sollte nicht von Gewinnmaximierung durch Qualitätsverlust geprägt sein“, fordert die Kandidatin. Den Rentnern solle künftig die Belastung der Rentnerbesteuerung genommen werden. Ehrenamtliche in sozialen Einrichtungen, Vereinen und Kirchen müssten stärker gefördert werden. Außerdem möchte sie für die Reduzierung des Flächenverbrauchs sowie den Erhalt der kleinbäuerlichen Landwirtschaft in der Region zwischen Ökologie und Ökonomie ausgewogene Perspektiven schaffen. Konkrete Lösungen für die lokalen Unternehmer in der aktuellen Krisensituation seien für Braunmiller Steuererleichterungen.

Ingrid Zasche

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