Grüne Insel für die Innenstadt

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Die „Grüne Vision“ der Freien Wähler Marktoberdorf für das Weissenbach- und das Emmi-Fendt-Grundstück: Ein Stadtpark mit Spielplatz und Biergarten sowie Fußwegen mit Sitzgelegenheiten und Anbindung zum Parkplatz

Marktoberdorf – In der jüngsten Jahresversammlung der Freien Wähler (FW) Markt­oberdorf hat eine interne Projektgruppe von Architekten und Bauingenieuren eine „Grüne Vision“ als Vorschlag zur Innenstadt-Entwicklung für das Weissenbach- und das Emmi-Fendt-Grundstück vorgestellt. Die Ergebnisse sollen im Januar öffentlich Präsentiert werden. Wichtig war es, die Kosten überschaubar zu halten.

Ein Team der FW rund um Zdenek Kolar hatte sich Gedanken gemacht, wie das Gelände mit wenig finanziellem Aufwand verschönert werden könne. Waltraud Schmid, Thomas Kruszinski, Thomas Haag und Harald Schmid legten Wert darauf, „dass dabei zukünftige Pläne nicht verbaut werden sollen.“ Schmid konstatierte: „Das Weissenbach-Grundstück wird seit 25 Jahren als Parkplatz genutzt und ist eher unansehnlich, das Grundstück um das Emmi-Fendt-Haus mit ungenutzten Teilgebäuden verbaut.“ Ziel der Überlegungen sei es, unter Beibehaltung der notwendigen Parkplätze einen Aufenthalts- und Erholungsraum für Jung und Alt in der Innenstadt zu schaffen.

Harald Schmid, der neue zweite Vorsitzende der FW Marktoberdorf, stellte die Vorschläge im Einzelnen vor: „In einem ersten Schritt könnte der Parkplatz mit Bäumen begrünt und an der Westseite ein Fußweg mit Sitzgelegenheiten geschaffen werden.“

Nach Informationen des dritten Bürgermeisters und Vorstands der Freien Wähler, Carl Singer, sei sowieso eine „Schlaglochbeseitigung“ des Parkplatzes für das nächste Frühjahr eingeplant, das Geld bereits budgetiert. Der Vorschlag wäre damit in diesem Zeitraum bereits umsetzbar. Das Emmi-Fendt-Haus könnte zudem mit Holz und Farbe wieder an die historische Vorlage angepasst werden, was die Attraktivität des Geländes weiter steigern würde.

In einem weiterführenden zweiten Schritt, so Harald Schmid, könnten leerstehende und baufällige Kleingebäude um das Emmi-Fendt-Haus beseitigt werden. Ein Fußweg zur ehemaligen Turmuhrenwerkstatt und weiter zum Heimatmuseum und einen Weg zwischen Grabhof und Südseite Emmi-Fendt-Haus zur Salzstraße könnte dadurch geschaffen werden. „Vor der Turmuhrenwerkstatt wäre ein Biergarten denkbar“, so Schmid.

Ein umfassender dritter Schritt oder die „Grüne Vision“ könnte die ohnehin irgendwann notwendige Beseitigung der Turmuhrenwerkstatt bedeuten und „würde den Raum hinter dem Heimatmuseum öffnen“, so Schmid. Mit einem kleinen sechsstelligen Betrag (ohne Abbruchkosten) könnte ein Stück attraktiver, begrünter Stadtpark mit Sitzgelegenheiten im Schatten von Bäumen geschaffen werden, mit Spielplatz und Biergarten sowie Toiletten im Emmi-Fendt-Haus, so Schmid.

Sowohl von der Jahn- zur Meichelbeckstraße in Ost-West-Richtung, als auch von der Georg-Fischer-Straße zum Heimatmuseum in Nord-Südrichtung und von der Salzstraße aus Südost-Richtung wäre ein Fußweg zur „Erholungs-Oase“ möglich und wäre auch für das Schulungsgebäude der Sparkasse sicherlich ein attraktiver Anlaufpunkt der Schulungsteilnehmer in den Pausen, erklärte Schmid. Nach Auskunft des Freien Wähler-Vorstandes Carl Singer befänden sich alle Grundstücke im Eigentum der Stadt, das Weissenbach-Grundstück würde derzeit erworben.

Für Schmid ist am Ende klar, dass „diese Verschönerungen der Innenstadt mit geringem finanziellen Engagement möglich sind, ohne zukünftige größere Planungen zu verhindern.“ In einer separaten Veranstaltung im Januar wolle man das Projekt der Öffentlichkeit detailliert vorstellen. Ein Termin dafür werde rechtzeitig bekannt gegeben.

von Wolfgang Krusche

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