"Langeweile ist out…"

Erfolgreich durchgestartet

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Kaufbeuren – Am vergangenen Samstag rockte beim diesjährigen Straßenkulturfest „freiflug boarding“ die Band „Rainer von Vielen“ gemeinsam mit rund 50 jungen Kaufbeurer Teilnehmern vor einer erfreulichen Zuschauerkulisse die Kaiser-Max-Straße.

Kaufbeuren – Am vergangenen Samstag rockte beim diesjährigen Straßenkulturfest „freiflug boarding“ die Band „Rainer von Vielen“ gemeinsam mit rund 50 jungen Kaufbeurer Teilnehmern vor einer erfreulichen Zuschauerkulisse die Kaiser-Max-Straße.

Der freischaffende Schauspieler, Sprecher, Musiker und Regisseur Sebastian Schwab konnte Ende vergangenen Jahres als künstlerischer Leiter dieser Veranstaltung gewonnen werden. Mit dieser kleineren Auflage des Festivals wollen die Macher einen Ausblick auf das große freiflug-Festival am 5. Juni 2016 geben und Kaufbeurer zum Mitmachen animieren. 

Vor über 600 Besuchern performten sich die Band „Rainer von Vielen“ und 50 Kaufbeurer eine knappe Stunde lang durch sämtliche Kultursparten. Dabei wurde die bunte Show, die hauptsächlich auf einem zur Bühne umfunktionierten Truck stattfand, deutlich von einem dramaturgischen Bogen zusammengehalten: „Langeweile ist out. Mach was aus deinem Leben, hier und jetzt!“ 

In diesem Jahr probte zu Beginn der Pfingstferien eine bunt zusammengewürfelte Gruppe mit Sebastian Schwab und weiteren professionellen Künstlern wie „Rainer von Vielen“, Mitch Oko und Dan le Tard für ihren Auftritt an diesem Wochenende. Dabei ging es in erster Linie um künstlerische Ausdrucksformen, die ursprünglich „auf der Straße geboren“ wurden und die ohne große technische Anforderungen spontan und jederzeit auch wieder „auf der Straße“ umsetzbar sind. Es zeigte sich in den drei Tagen, die man zusammen übte, wie Sebastian Schwab anerkennend erklärte, dass eine ganze Anzahl von Talenten den Mut gefunden habe, in den Proben ihr Können zu zeigen, sich hinzustellen und offen zu sagen, was man denkt. 

Speziell um diese Dinge ging es beim diesjährigen „freiflug boarding“. Die Künstler wollten dabei gemeinsam mit den größtenteils recht jungen Teilnehmern zeigen, dass es sich tatsächlich lohnt, aktiv zu werden und dass jeder, egal welchen Alters, etwas gegen die Langeweile in seinem Leben, in seiner Stadt und seinem Alltag tun kann und dass man diese Dinge dann auch überall ausüben könne. 

Projektleiterin des Festivals, Johanna Klüpfel, hatte in den Tagen zuvor und vor allem am Samstag alle Hände voll zu tun, um diese Freiluftveranstaltung inmitten der Kaufbeurer Altstadt erfolgreich über die Bühne zu bringen. Und auch das Wetter spielte mit. Dies war wichtig – schließlich sollte die Stadt Kulisse, Projektionsfläche und auch Bühne dieses Straßenkulturfestivals sein, bei dem jugendkulturelle Ausdrucksformen wie Trendsportarten, Street Dance und auch klassische Kulturformen wie Blasmusik oder Stepptanz aufeinander trafen. 

OB Stefan Bosse machte bei seiner Eröffnungsrede „gute Miene zum heiteren Spiel“ als ein großer Lastwagen, in dessen Inneren die Band „Rainer von Vielen“ zum Vorschein kam, sich vor seinem Rednerpult aufbaute und seine Ansprache abrupt beendet wurde. Fortan ging es Schlag auf Schlag. Die Pop-Band heizte gehörig ein und ließ die Kaiser-Max-Straße rocken. 

Im weiteren Verlauf der einstündigen Veranstaltung zeigten die „Moskitos“, die Ballettakademie König-Sräga, sowie die Sänger der „freien Szene Kaufbeuren“ und die wagemutigen Mitglieder – ebenfalls von der „freien Szene Kaufbeuren“ – auf der Highline ihr Können und ihren Mut.

von Klaus-Dieter Körber

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