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Zweite Auflage des Kunstfestivals macht Lust auf mehr

Der Kreativität Flügel verliehen

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Rainer von Vielen coachte nicht nur die Laiendarsteller in den Bandworkshops, sondern stand mit Mitsch Oko selbst auf der Bühne.
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Die Veranstalter hatten an alles gedacht: auch an Liegestühle zum Verweilen entlang der Kaiser-Max-Straße.
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Am Nachmittag gabs Breakdance aus dem Hause "Dance Soulution".
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Riesen Spaß hatten die Kinder mit Rädern und Rollern auf einem „Pumptrack“, auf einem Sofa gabs Gelegenheit zum Entspannen.
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: Nicht nur was für Kinder: Improvisiertes "Circle Singing".

Kaufbeuren – So viele Besucher auf einmal hat die Kaiser-Max-Straße schon länger nicht mehr gesehen – und vor allem so viele gut gelaunte. Beim diesjährigen freiflug-Festival sorgten Sonnenschein, hunderte Zuschauer und rund 250 Darsteller aus verschiedensten Kunstrichtungen für einen ganz besonderen „Spirit“.

„Die Arbeit der vergangenen Monate hat sich gelohnt“, zog auch Johanna Klüpfel von der Kulturförderung Stadt Kaufbeuren ein durchweg positives Resümee. 

Monatelange Arbeit in den Workshops, ein ausgefeiltes Programm und Organisation – und dann am vergagnenen Sonntag die bange Frage: Würde das Wetter mitspielen? Aber das machte seine Sache genauso gut wie die Protagonisten von Kaufbeurens einzigartigem Straßenkunst-Festival, heuer unter der künstlerischen Leitung von Sebastian Schwab. Um 14 Uhr war von den starken Regenfällen des Vormittags nichts mehr zu sehen. Und so durften sich die verschiedenen Show-Acts über durchgehend großen Andrang freuen. Die Bewohner der Innenstadt hatten in den vergangenen Wochen bei den Proben schon einen kleinen Vorgeschmack bekommen. 

Auf der Bühne am Nachmittag standen bekannte lokale Acts wie beispielsweise die bekannte Kaufbeurer Artistik-Gruppe Anam Cara, die Impro-Theatergruppe „Wendejacken“ sowie Dance Soulution, die eigentlichen Stars aber waren die Laien, die zusammen mit insgesamt neun Profis der Kunstszene wie Rainer von Vielen mit Bandkollege Daniel Schubert, Regisseurin Ulrike Schwab oder Skateboard-Profi Jan Saathof ihre ganze Kreativität der vergangenen Wochen in ein selbst erarbeitetes Programm gesteckt hatten. Ihre Stunde schlug ab 18 Uhr bei der rund zweistündigen Abschlussveranstaltung. Kleinkunst, aber auf hohem Niveau – für besondere Begeisterung und Applaus sorgten die Schülerinnen Jessica Häring und Adrianna Klier mit zwei selbst getexteten Songs, unterstützt von Rap-Einlagen. 

„Wir wollten auch diesmal wieder mehr bieten als nur Show – dafür könnte man auch einfach Profis auftreten lassen. Das besondere Konzept von Freiflug ist aber gerade, dass jeder sich einbringen und seine Ideen umsetzen kann. Das ist die Idee: Die Menschen und vor allem auch Jugendliche wieder mehr für Kunst begeistern, zeigen was man mit Motivation und Begeisterung alles erreichen kann“, das sei das Ziel von Freiflug, so Johanna Klüpfel, und es sei auch heuer wieder voll aufgegangen. „Es war echt beeindruckend, wie viel Kreativität da rüberkam“, so eine Zuschauerin. 

Oder, wie es Rainer von Vielen, mit Bandkollegen zuständig für den Workshop-Bereich Band/Gesang ausdrückte: „Die Arbeit mit den jungen Leuten hat einen riesen Spaß gemacht. Wir Profis haben unser Know-How mitgebracht, die Workshop-Teilnehmer Motivation, Ideen und Begeisterung“. 

Finanziert wird „freiflug“, das auch im kommenden Jahr wieder stattfinden soll, über Sponsorengelder und der Kulturförderung der Stadt Kaufbeuren.

von Michaela Frisch

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