Freiheit, Vielfalt, Frieden?

Schüler der Gustav-Leutelt-Schule präsentieren Kurzfilm über Werte Europas

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Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke gab Einblicke in seinen Alltag als Politiker und stellte sich den Fragen der Schüler.

Kaufbeuren-Neugablonz – Mit den Werten und Zielen Europas hat sich die Deutschklasse an der Gustav-Leutelt-Schule intensiv auseinandergesetzt und diese in einem Kurzfilm verarbeitet. Im Rahmen ihres Europa-Projekts beschäftigten sich die Schüler mit Werten wie Demokratie, Freiheit, Gleichheit, Vielfalt und Frieden, und luden zur Präsentation ihres Films mit anschließender Diskussionsrunde den Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke (CSU) ein.

Die Deutschklasse setzt sich aus Schülern verschiedener Länder, wie dem Kosovo, Italien, Griechenland, Russland oder Kroatien, zusammen, die ihre Gedanken, Wünsche und Sichtweisen vielfältig und dramaturgisch eindrucksvoll in den Kurzfilm einfließen ließen. Der Film griff dabei unter dem Motto „Gemeinsam mit Europa in die Zukunft“ den Zukunftsgedanken Europas auf.

Stracke zeigte sich beeindruckt vom Ergebnis des Kurzfilms, den die Schüler mit Unterstützung ihres Lehrers selbst konzipierten: „Ich habe noch nie so einen eindrucksvollen Film über Grundwerte gesehen“, lobte er die Klasse. „Aus Vielfalt entsteht Kreativität – das macht Europa aus“, bekräftigte er.

Nach der Vorführung hatten die Schüler die Gelegenheit, dem Bundestagsabgeordneten Fragen zu stellen. Die Jugendlichen schnitten dabei Themen wie die Anerkennung von Abschlüssen aus dem Ausland und Chancen am Arbeitsmarkt an. Stracke erklärte den Schülern, dass er sich mit seiner Partei auch stark für die Belange von jungen Menschen mache. Eine Ausbildung biete „die besten Startchancen fürs Leben“. In diesem Sinne ermutigte er die Jungs und Mädels dazu, ihre Zukunft mitzugestalten: „Ihr seid die Weltveränderer, die Fachkräfte von morgen“.

Daneben erkundigten sich die Schüler über die schulische Laufbahn des Bundestagsabgeordneten, wie gut er die Bundeskanzlerin kennt und wie er sich bei Reden im Bundestag vor so vielen Leuten fühlt.

Auch das Thema Flucht, Verteilung der Flüchtlinge und Ressentiments in der Bevölkerung wurde in der Diskussionsrunde angeregt. Stracke betonte die Notwendigkeit, Fluchtursachen zu bekämpfen, sich als vereintes Europa um die Länder zu kümmern, nicht wegzuschauen. Ablehnung gegenüber Flüchtlingen sei in der Unsicherheit begründet, in welcher Absicht sie kommen, was sie für das Zusammenleben bedeuten – und ob sie Ideen mitbringen, die das Land und die Gesellschaft voranbringen. So gelte es laut Stracke, gemeinsam eine Antwort auf die Frage zu finden, „was wir mit Europa verbinden und uns für Freiheit, Frieden und Wohlstand für alle in Europa einzusetzen“.

von Mahi Kola

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