Freischießen Obergünzburg: Festumzug bei Sonnenschein ist Besuchermagnet

Ein "Fest für Freunde"

1 von 45
Die königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft aus Obergünzburg eröffnet das 95. Freischießen.
2 von 45
3 von 45
4 von 45
Nach den Festreden auf dem Marktplatz marschierten die Teilnehmer mit Marschmusik zum Bieranstich im Festzelt.
5 von 45
6 von 45
7 von 45
8 von 45

Obergünzburg – Mit vier krachenden Salven der königlich privilegierten Feuerschützen Obergünzburg begann am Freitag das 95. Freischießen, organisiert vom Schützenverein Guntia.

Auf den Schießanlagen der Guntia und der Feuerschützen messen sich eine Woche lang Schießsportfreunde aus Nah und Fern in verschiedenen Klassen miteinander, um die besten Schützen zu ermitteln. Abends gibt es jeweils ein interessantes musikalisches Unterhaltungsprogramm für Bürger und Schützen im Festzelt. Als „Fest für Freunde“ bezeichnete Erster Bürgermeister Lars Leveringhaus in der Begrüßungsrede die Veranstaltung, bei der er neben Abordnungen der befreundeten umliegenden Schießsportvereine auch eine Delegation aus der ungarischen Partnerstadt Visegrad, sowie Vertreter aus der Politik begrüßen konnte. Am Sonntag erlebte Obergünzburg dann einen farbenprächtigen Freischießfestumzug.

Nach der Begrüßungsveranstaltung am Freitag veranstaltete der Schützenverein Guntia zum 95. Male den Festumzug durch den Markt. Angesagt hatten sich Schützenvereine, Blaskapellen und Festwagen aus der gesamten Region. Wegen der Überschneidung mit anderen Festlichkeiten in der Region waren es diesmal etwas weniger Zugteilnehmer. Wolfgang Heinold von der Guntia versprach für das nächste Jahr wieder ein volles Programm.

Unter weiß-blauem Himmel marschierten Schützenvereine, Blaskapellen und Festwagen durch die Straßen des Marktes. Zahlreiche Zuschauer säumten die Wege längs des Oberen Marktes, an der Saliterstraße und am Alten Markt, auf dem Weg zum Festzelt auf der Rösslewiese.

Den Anfang machten Schulkinder aus Obergünzburg. Am Marktplatz begrüßte der Erste Schützenmeister der Guntia, Wolfgang Heinold, jede der 55 Abordnungen des Festumzuges. Für die Zuschauer benannte er die Schützenvereine und Blaskapellen. Er konnte zahlreiche Jugendschützenkönige, Schützenköniginnen und Schützenkönige der vorbeimarschierenden Schützenvereine, aber auch aus dem Schützengau begrüßen. Alle namhaften Schützenvereine aus der Umgebung waren im Festzug vertreten, angefangen von Aitrang und Börwang bis hin zu Wildpoldsried und Willofs. Dazwischen zeigten sich verschiedene Festwagen. Im Landauer fuhren Erster Bürgermeister Lars Leveringhaus und die Politikprominenz vor und fanden Platz unter schattenspendenden Bäumen vor der Kirche St. Martin. Alle Farben waren vertreten bei den prächtigen Dirndln der Schützinnen, die Männer eher in dunkler Tracht oder in Lederhosen. Daneben gab es auch historische Trachten aus dem Allgäu zu sehen.

„Wir kommen aus Bad Grönenbach und sind zum ersten Mal hier, um es den Kindern zu zeigen“, sagte ein Familienvater mit seinen vier Kindern. Ein Ehepaar aus Baden-Württemberg kommt jedes Jahr zum Umzug. „Wir kommen eigentlich wegen der schönen Trachten, die die Frauen anhaben“. Ihr Mann ergänzt: „…und den schönen Mädle“.

Nachdem der letzte Schützenverein vorbeigezogen und die Reiterinnen des Reit- und Fahrvereines den Schluss bildeten, fiel auch die Anspannung bei Heinold ab: „Dieses Jahr hatten wir mehr Zuschauer, auch hier am Marktplatz“. Alles sei gut abgelaufen. Nach einer schnellen Tasse Kaffee im eigenen Schützenheim ging es anschließend ins Festzelt. Dort wurden die Ehrengaben an die teilnehmenden Schützenvereine am Umzug verteilt. Die Guntia hatte dazu extra einen Kalender mit Bildern vom Umzug im vergangenen Jahr angefertigt. Der Kalender geht vom August dieses Jahres bis September nächsten Jahres. „Da ist dann explizit das nächste Freischießen wieder eingetragen“, sagte Heinold augenzwinkernd. Am Tag des Festumzugs gibt es keinen Schießbetrieb. Im Schützenheim sei ansonsten alles voll durchorganisiert, mit Standaufsichten. Da werde dann während der Woche geschossen und am nächsten Sonntag gebe es die Preisverteilung.

„Wir haben dann ein, zwei Monate Pause und planen ab November schon wieder fürs nächste Jahr“, so Heinold. „Mittlerweile ist so eine Veranstaltung ein großer Aufwand. Hier ein Antrag, da eine Genehmigung. Und es wird jedes Jahr schwieriger“. Er habe aber das große Glück, freut sich Heinold, dass er sich auf die anderen Vereine des Marktes verlassen könne. Er kenne alle 50 Vereine im Markt und die Vereine kennen ihn. „Da ziehen dann alle an einem Strang.“

von Wolfgang Krusche

Auch interessant

Meistgelesen

Ein "gemeinsames Miteinander"
Ein "gemeinsames Miteinander"
Am Sonntag wird gewählt
Am Sonntag wird gewählt
Vakanz hat ein Ende gefunden
Vakanz hat ein Ende gefunden
Diskussion zur Flüchtlingsfrage
Diskussion zur Flüchtlingsfrage

Kommentare