Die freiwilligen Zuschüsse der Stadt Buchloe zur Kinderbetreuung werden erhöht

Kita-Beiträge steigen leicht

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Die Stadt erhöht die Elternbeiträge für Kindergärten sehr moderat, indem sie die freiwilligen Zuschüsse von 25 auf 30 Prozent erhöhte. Unser Foto zeigt den Kindergarten St. Antonia.

Buchloe – Für die Eltern dürfte es eine gute Nachricht sein. Der Hauptausschuss beschloss in seiner jüngsten Sitzung, die Beiträge für Kindergartenbesuch, Hort oder Mittagsbetreuung trotz gestiegenen Kosten nur moderat zu erhöhen. Dafür wurde der freiwillige Zuschuss der Stadt von bisher 25 auf 30 Prozent erhöht. Gültig werden die neuen Beiträge im kommenden Kindergartenjahr 2018/2019, also nach den diesjährigen Sommerferien.

Schon im Vorfeld der Kostenkalkulation hatten sich die politisch Verantwortlichen der Stadt mit den Elternbeiräten der Kitas an einen Tisch gesetzt, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Das sei auch bei den Eltern gut angekommen, sagte Stadtrat Robert Pöschl.

Kindergartengebühren sind aber insgesamt ein Politikum und sicherlich auch Thema bei möglichen Koalitionsverhandlungen. Bürgermeister Josef Schweinberger sagte, „wie es politisch mit den Kitagebühren weitergeht, weiß man nicht“. Unser Schritt der Erhöhung des freiwilligen Zuschusses sei zunächst ein Signal an die Eltern. Der Rathauschef betonte, die Erhöhung der freiwilligen Zuschüsse sei gut angelegtes Geld, das auch bei den Bürgern ankomme.

Berechnungsgrundlage für die Kalkulation der Kindergartenbeiträge sind die Kosten abzüglich der Einnahmen. Kämmerer Dieter Streit hatte die Zahlen errechnet. Demnach fallen im kommenden Kindergartenjahr 4,1 Millionen Euro an Ausgaben an. Der größte Brocken sind die Personalkosten mit 3,8 Millionen Euro. Dazu kommen die Ausgaben für den Betriebsaufwand.

Davon abgezogen werden die Einnahmen in Höhe von 2,8 Millionen Euro. Die setzen sich zusammen aus dem Landeszuschuss in Höhe von knapp 1,4 Millionen Euro und dem gesetzlichen Beitrag der Stadt in Höhe von knapp 1,3 Millionen Euro. Dazu kommen Zuschüsse aus Bundesmitteln, von der Diözese oder dem Bezirk.

Daraus ergibt sich ein Fehlbetrag von knapp 1,3 Millionen Euro. Davon übernimmt die Stadt noch einmal 30 Prozent als freiwilligen Zuschuss, also 385000 Euro.

Beispiele Kindergartenbeiträge

Das bedeutet für die Eltern, dass sie bei einer gebuchten Betreuungszeit von vier bis fünf Stunden statt 86 Euro monatlich zukünftig 91,30 Euro für die Unterbringung ihrer Sprösslinge bezahlen müssen.

Die am häufigsten gebuchten Betreuungszeiten sind sechs bis sieben Stunden. Das Rechenbeispiel des Kämmerers sieht in diesem Fall vor, dass Eltern nach den Sommerferien 127,82 Euro berappen müssen. Der bisherige Beitrag lag bei 120,50 Euro. Moderat ist auch die Erhöhung für Eltern, die ihre Kinder neun bis zehn Stunden im Kindergarten unterbringen. Der Elternbeitrag steigt von bisher 172,10 Euro um 10,50 Euro im Monat auf 182,60 Euro.

Krippenbeiträge

Die Beiträge für die Kinderkrippe steigen bei einer gebuchten Betreuungszeit von sechs bis sieben Stunden von bisher 301,30 Euro um 18,25 Euro auf 319,55 Euro.

Kinderhort

Bei einer Buchungszeit von fünf bis sechs Stunden steigen beispielsweise die Hortkosten für Schulkinder in der Ferienzeit von 135 auf 138 Euro.

Mittagsbetreuung

Die Elternbeiträge für die Mittagsbetreuung betragen zukünftig bei einer Betreuung bis 13 Uhr 32,40 Euro (plus 4,50 Euro). Bei einer Betreuung bis 16 Uhr fallen 93,40 Euro (plus 13,00 Euro) an.

Die Elternbeiträge werden in Kürze auf der Homepage der Stadt veröffentlicht.

von Siegfried Spörer

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