Auch für die nächsten beiden Samstage Demonstrationen geplant

Friedliche Demo in Buchloe gegen Corona-Politik

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Rund 50 Bürger aus Buchloe machten in einer kleinen und friedlichen Demo ihrer Unzufriedenheit über die Corona-Politik Luft.

Buchloe – Die Stadt gilt allgemein nicht als Hot Spot für Demonstrationen. Umso mehr erregt natürlich eine Demo die Aufmerksamkeit, wenn sie an prominenter Stelle stattfindet. Am vergangenen Samstag demonstrierten wie auf dem Bahnhofsvorplatz rund 50 Mitbürger in einer privat organisierten Veranstaltung.

Auf ihren selbst hergestellten Plakaten und Schilder forderten die Demonstranten beispielsweise „eine ausgewogene Informationspolitik – auch kritische Stimmen müssten gehört werden“. Dazu gab es Plakate gegen den Impfzwang und zur generellen Frage, ob die Corona-Maßnahmen gerechtfertigt, ob sie zielführend und welche Ziele gemeint sind.

Die Organisatoren Katharina Negele und Ilona Churchill betonten gegenüber unserer Zeitung, „man möchte die Menschen animieren, sich mit der aktuellen Corona-Situation nicht zufrieden zu geben sondern zu recherchieren und sich eine eigene Meinung zu bilden“. Sie stellen die Frage, ob die Einschränkungen der Grundrechte in dem heutigen Ausmaß angemessen seien. Die Datenlage sei durch die angenommene hohe Dunkelziffer nicht transparent und natürlich gehe es auch um einen möglichen geplanten Impfzwang. Gerade der Impfzwang beschäftigt Ilona Churchill. Sie stellt auch die Frage, ob bei einem unter hohem Zeitdruck entwickelten Impfstoff nicht das Risiko zu hoch sei und man Tote in Kauf nehme.

„Wir haben nur positive und keine einzige negative Resonanz erhalten“, betonte Katharina Negele. „Deshalb wollen wir unsere Demo auch wiederholen“. „Wir haben alle Kinder“, sagte Ilona Churchill. „Und wir fordern, dass die Risikogruppen besonders geschützt werden müssen“. Auflage war, dass die Abstandsregelung eingehalten und für je 15 Personen ein Ordner bereit stehen musste.

Die Demonstration verlief friedlich und unproblematisch. Das bestätigte auch die Buchloer Polizei-Inspektion auf Anfrage. Für die nächsten beiden Samstage wollen die Organisatoren erneut Demonstrationen beim Landratsamt anmelden, die jeweils zwischen 9 und 11 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz geplant sind.

Demos in anderen Städten

Derartige Demonstrationen häufen sich in Bayern und sind wegen des Abstandsvorschrift manchmal problematisch. So hat ein Veranstalter eine Demo in Kempten kurzfristig wieder abgesagt, da die Auflagen zu hoch waren, zumal bereits eine Woche vorher wegen zahlreicher Schaulustiger die Demo teilweise aus dem Ruder gelaufen war. Unter dem Motto „Zustand wegen der Corona-Krise“ hatten zwei Bürgerinnen am Samstag in Kaufbeuren-Neugablonz zu einer Versammlung nahe des Wochenmarktes aufgerufen. Bei leichtem Dauerregen und kühlen Temperaturen kamen laut Polizei nur spärlich Zuhörer zur Versammlung. Die Versammlung verlief demnach insgesamt sehr ruhig.

Den Antrag auf die Demo hatten Churchill und Negele bereits vor knapp zwei Wochen beim Landratsamt gestellt. Der ursprünglich geplante Veranstaltungsort im Immlepark war wegen des Wochenmarkts abgelehnt worden.

von Siegfried Spörer

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