Erweiterungsbau für den Lebensmitteldiscounter in Obergünzburg in Planung

Netto erweitert Neubaupläne

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Der Netto-Discounter an der Kaufbeurer Straße soll einem größeren Neubau weichen. Ob die Erweiterungspläne genehmigt werden, darüber muss der Marktgemeinderat aber erst noch entscheiden.

Obergünzburg – Der Lebensmitteldiscounter Netto erweitert seine Pläne für den geplanten Neubau der Filiale am alten Standort in Obergünzburg. Gegenüber den bisherigen Planungen ist eine Erweiterung um eine Frischetheke im Verkaufsbereich sowie um einen zusätzlichen Bereich mit Sitzgelegenheiten im Back-Shop vorgesehen.

Der Lebensmitteldiscounter Netto plant, seine bestehende Filiale in der Kaufbeurer Straße in Obergünzburg durch einen Neubau zu ersetzen. Bereits im Jahr 2013 ist der Marktgemeinde ein entsprechender Plan vorgelegt worden. Die neuen Entwürfe sehen nun eine Erweiterung der Flächen gegenüber den alten Planungen um zusätzliche 76 Quadratmeter vor. 

Geplant sind eine zusätzliche Frischetheke im Verkaufsbereich sowie eine Erweiterung des Back-Shops um mehrere Sitzgelegenheiten. Mit den geplanten Erweiterungen wolle man laut Franz Ludwig, Gebietsleiter des Lebensmitteldiscounters, der gestiegenen Nachfrage der Kunden nach entsprechenden Angeboten nachkommen. Ein in Auftrag gegebenes Gutachten schätzt das Bauvorhaben des Netto-Markts kritisch ein. 

Durch die geplanten Erweiterungen würden die in einem Einzelhandelskonzept der Marktgemeinde ermittelten Ausbaupotentiale im Lebensmittelbereich überschritten werden. Dadurch müsse man möglicherweise mit Umsatzeinbußen für andere Lebensmittelgeschäfte in „nicht unproblematisch zu wertenden Größenordnungen“ rechnen, die „durchaus betriebsgefährdende Auswirkungen“ erreichen könnten. 

Diese seien jedoch „nicht durch das Vorhaben selbst zu verantworten“, sondern vielmehr durch die veränderten Rahmenbedingungen zustande gekommen. Die Ausbaupotentiale sind durch den beschlossenen Neubau des Edeka- Verbrauchermarkts unter Beibehaltung der Verkaufsmöglichkeiten in den alten Edeka- Räumlichkeiten am Oberen Markt bereits leicht überschritten worden.

 „Netto leidet darunter, dass die Verkaufsfläche am Oberen Markt erhalten bleibt“, beurteilte Bürgermeister Lars Leveringhaus die aktuellen Entwicklungen im Einzelhandel. Marktrat Wolfgang Böhnke bekräftigte diese Aussage. Man dürfe diesen ersten Antrag des Unternehmens Edeka „nicht auf dem Rücken anderer Antragsteller austragen“. 

Der Marktgemeinderat wird nun darüber entscheiden müssen, ob die geplante Erweiterung des Discounters städtebaulich noch verträglich ist. In einem ersten Beschluss hat sich der Marktrat mit drei Gegenstimmen dafür entschieden, den Aufstellungsbeschluss aus dem Jahr 2013 im Hinblick auf die geänderte Planung neu zu fassen. Ein Änderungsbeschluss für das Bauvorhaben wird dann in der kommenden Sitzung erwartet. von Sabrina Hartmann

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