Eine Region zum Schmecken

Frühlingsmarkt: Bio-Ring, Öko-Modellregion und „a‘Gscheids Bio-Bier“

Bio-Frühlingsmarkts Marktoberdorf Stand der Aktienbrauerei Kaufbeuren
+
Zur Eröffnung des diesjährigen Bio-Frühlingsmarkts trafen sich am Stand der Aktienbrauerei Kaufbeuren (ABK): Bernd Trick (v. li.), Braumeister ABK, Alexey Dozhdalev, Geschäftsführer ABK, Gottfried Csauth, Geschäftsführer ABK, Landrätin Maria Rita Zinnecker, Demeter-Bauer Josef Weber aus Türkheim, Andreas Bersch, Naturland-Bauer aus Buchloe, Martin Tröbensberger, Demeter-Landwirt aus Buchloe, und Christine Räder, Geschäftsführerin des Bio-Ring Allgäu e.V.

Marktoberdorf – Anlässlich des Bio-Frühlingsmarkts in Markt­oberdorf vergangenen Samstag haben sich viele Akteure zusammengetan, um den ökologischen Landbau voranzutreiben. Neben heimischen Bio-Bauern, Gärtnern und Händlern präsentierte auch die Aktienbrauerei Kaufbeu­ren ihre jüngste Biersorte, „a‘Gscheids Bio“, die sie auf Initiative des am Landratsamt angesiedelten staatlichen Förderprogramms „Öko-Modellregion“ entwickelte und dabei rein auf Bio-Zutaten und eine biologische Verarbeitung setzt.

„Wir wollen mit unserem Bio-Bier in großem Umfang auf den Markt kommen“, sagte ABK-Chef Gottfried Csauth am Rande des Marktgeschehens. Und Landrätin Maria Rita Zinnecker bestätigte: „Das Bio-Bier vereint vieles: Es schafft neue, umfangreiche Bio-Wertschöpfungsketten und ist ein großer Schritt für unsere Öko-Modellregion. Regionale Erzeuger, der Handel und die Verbraucher kommen zusammen.“ Denn so stammt beispielsweise die Bio-Braugerste von drei Bio-Landwirtschaften aus dem Ost- und Unterallgäu.

Das Förderprogramm „Staatlich anerkannte Öko-Modellregion“ hat zum Ziel, die ländliche Entwicklung zu fördern, Institutionen zu vernetzen und Wertschöpfungsketten vom Feld bis zum Verbraucher aufzubauen. Die Messlatte ist bayernweit hoch angesetzt: 30 Prozent bio bis 2030 heißt es da. Im Ostallgäu erreichen aktuell 20 Prozent aller regionalen Lebensmittel den Bio-Standard. Die Landrätin jedenfalls freut es, dass viele Ideen aktuell auch tatsächlich in die Tat umgesetzt werden. Eine Öko-Modellregion, die man schmecken kann, nennt sie es.

Für Verbraucher und Marktbesucher bot der Bio-Frühlingsmarkt bei schönstem Sonnenschein eine perfekte Gelegenheit, sich über biologischen Anbau und artgerechte Tierhaltung direkt beim Erzeuger zu informieren und sich mit regionalen Bio-Produkten wie Käse, Fleisch, Gemüse, Obst und Jungpflanzen einzudecken. Der Bio-Ring Allgäu e.V. veranstaltet alljährlich Bio-Märkte im Frühling und Herbst in der Kreisstadt.

Angelika Hirschberg

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tod eines Radfahrers: 54-Jähriger wegen fahrlässiger Tötung verurteilt
Tod eines Radfahrers: 54-Jähriger wegen fahrlässiger Tötung verurteilt
Wohnen von Micro bis Maxi im Neubaugebiet „Hinterm Schloss“ in Marktoberdorf
Wohnen von Micro bis Maxi im Neubaugebiet „Hinterm Schloss“ in Marktoberdorf
Ostallgäu: ein guter Boden für Immobilien
Ostallgäu: ein guter Boden für Immobilien

Kommentare