Komplettpaket der Geräte

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Der große Bruder des abgebildeten Traktors ist bereits 11 Jahre in Benutzung und verursacht steigende Reparaturkosten. Deshalb soll dieses Jahr ein neuer Traktor mit passenden Winterdienstgeräten beschafft werden.

Obergünzburg – „Einige Winterdienstgeräte sind nach 20 Jahren durch gerostet, Lager rotierender Teile ausgeschlagen und Fahrzeuge an der Grenze einer rentablen Reparatur“, leitete Bauamtsleiter Rainer Hirt die Vorstellung seines Fuhrparkkonzeptes ein. Er stellte im Obergünzburger Marktgemeinderat ein Konzept für die Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen, Winterdienstgeräten und Anbaugeräten vor.

In der Vergangenheit waren Ersatzbeschaffungen teilweise von verschiedenen Herstellern beschafft worden und verursachten zusätzliche Kosten für eine Anpassung an die Antriebs­aggregate, so Hirt. Hier setzt nun das vorgestellte Konzept des Bauamtsleiters an: der elf Jahre alte Traktor mit steigenden Reparaturkosten und die 20 Jahre alten Winterdienstgeräte sollten als Komplettpaket von einem Hersteller beschafft werden, um einwandfreie Funktionsfähigkeit ohne Umbauten zu garantieren.

Hirt führte aus: „Ein Traktor mit circa 125 PS kostet zwischen 80000 und 120.000 Euro und für die Marktgemeinde notwendige Winterdienstgeräte liegen bei circa 35.000 Euro und sollten als Paket beschafft werden“. Auch ergebe sich die Möglichkeit, den bisherigen Traktor auf dem Gebrauchtmarkt verkaufen zu können, was die Ersatzkosten weiter reduziere.

Nach Diskussion und weitgehender Zustimmung im Marktgemeinderat zu diesem Konzept werde der Vorschlag nach Angaben von erstem Bürgermeister Lars Leveringhaus dann demnächst im Finanzausschuss behandelt und konkrete Angebote eingeholt werden.

Ein weiterer Baustein des Konzeptes, die Beschaffung eines Böschungsmähers für rund 45.000 Euro als Anbaugerät an den Traktor solle unter Anderem auch wegen der Verteilung der Kosten erst im Jahr 2017 getätigt werden. Weiter kalkulierte der Bauamtsleiter: „Hier bietet sich dann Einsparpotential bei den anfallenden Mäharbeiten und ähnlichem an. Bisher fallen dafür circa 15.000 Euro jährlich für Fremdvergaben an und es sind dann auch flexiblere Einsatzzeiten möglich“.

Baldmöglichst notwendig ist nach Lars Leveringhaus die Beschaffung eines größeren Tandemanhängers für eine Nutzlast von bis zu zwölf Tonnen für einen Neupreis von etwa 19.000 Euro. „Der bisherige Anhänger hat eine Nutzlast von 5,6 Tonnen“, erklärte der Bauamtsleiter. „Beim Einsatz eines größeren Anhängers ergeben sich geringere Fahrzeiten und somit schnellere Arbeitsabläufe“ sagte der Bürgermeister und überzeugte damit den Marktgemeinderat.

Mit einer Gegenstimme wurde das Fuhrparkkonzept ohne den Böschungsmäher für 2016 angenommen. „Selbstverständlich unter dem Vorbehalt des Finanzausschusses“, ergänzte der Rathauschef.

von Wolfgang Krusche

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