Casey Newton (Britt Robertson) betritt Tomorrowland

Kinokritik: "A World Beyond"

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Casey Newton (Britt Robertson) in Tomorrowland

Die Vermischung von Realität und Fiktion gehört zu der Einzigartigkeit, die das Kino möglich werden lässt. Viele Science Fiction-Filme nutzen die Vorstellung einer futuristischen Welt der Zukunft, in der Hungernöte, Krieg und Naturkatastrophen scheinbar unmöglich sind.

In dem Disney-Abenteuerfilm „A World Beyond“ betritt eine Schülerin das mystische Tomorrowland, das bei näherer Betrachtung ebenso große Gefahren birgt, wie ihre bekannte Welt. 

Inhalt 

Schülerin Casey Newton (Britt Robertson) ist clever, technisch sehr versiert und stets interessiert an der Forschung und Wissenschaft. Zum Leidwesen ihres Vaters, einem minder begabten Erfinder, und ihrem kleinen Bruder, versucht Casey die Welt zu verändern. Als sie bei einem Versuch, das ortansässige Kernkraftwerk zu boykottieren von der Polizei ertappt wird, muss sie die Nacht im Gefängnis verbringen. 

Bei ihrer Entlassung bekommt sie ihre Wertsachen ausgehändigt, darunter aber eine mysteriöse Anstecknadel. Als Casey diese berührt, findet sie sich in der Vision einer unbekannten Welt wieder. Auf der Suche nach den Antworten auf die Fragen, die sich ihr daraufhin stellen, lernt sie Athena (Raffey Cassidy) kennen. Das Mädchen bringt sie zu dem Erfinder Frank Walker (George Clooney), der einst als Genie gefeiert wurde. 

Durch einen Wink des Schicksals findet Casey heraus, dass Walker im Parallel-Universum Tomorrowland lebte. Mittlerweile hat sich das friedvolle Tomorrowland in einen bedrohlichen Ort verwandelt, der von David Nix (Hugh Laurie) regiert wird. Um die alte Heimat zu retten, reisen Walker und Casey gemeinsam an den rätselhaften Ort zwischen Raum und Zeit. 

Rezension 

Der abenteuerliche Science Fiction-Film „A World Beyond“ basiert lose auf der Attraktion Tomorrowland aus dem Disney-Themenpark, die im Jahr 1955 seine Tore öffnete. Dem Zuschauer wird mit Tomorrowland eine nahezu perfekte Welt skizziert, die nicht nur dem technischen Fortschritt, sondern auch dem Frieden gewidmet sein mag. Doch wie sollte es auch anders sein, wird selbst hier das sorgenfreie Leben von einer bösen Macht überschattet. 

Für die Geschichte des Films ließ Drehbuchautor und Produzent Damon Lindelof („Prometheus – Dunkle Zeichen“) sich von einer Box inspirieren, die seit der Weltausstellung 1964 verschlossen im Disney Studio gelagert wurde. Erneut kann Disney mit einem einzigartigen Look und viel Liebe zum Detail überzeugen. Die Kulissen versprechen die Wiederbelebung der Jahre 1964, 1984 und 2014, die mit authentischen Gegenständen der jeweiligen Zeit bestückt sind. Die im Film gezeigte Weltausstellung von 1964 orientiert sich an Überbleibseln. 

Das Tomorrowland vereint in seiner futuristischen Welt Kenntnisse und visionären Vorstellungen der Raumfahrt und des Weltalls miteinander. Die weitläufigen Science-Fiction-Welt wird mit ihrer schier unendlichen Technik der urbanen Realität von Casey gegenübergestellt, wodurch sich interessante Gegensätze aufzeigen. 

Der Look ist gelungen, nimmt jedoch den Fokus der Handlung ein, von der man dramaturgisch hätte mehr erwarten können. Nach einer recht langen Einführung der Figuren wird schnell klar, dass Casey mit ihrem Intellekt die Rettung des Tomorrowlands sein könnte. Die groß aufbereitete Rettungsmission nimmt jedoch nur einen kleinen Teil der Handlung in Anspruch. Und so hat man das Gefühl, dass die Geschichte eigentlich erst kurz vor Ende beginnt. Bis dahin kann der Film mit überraschenden Aktionen unterhalten, die rasant, humorvoll und auch emotional geladen sind. 

George Clooney („Gravity“) verkörpert souverän den gescheiterten Wissenschaftler, der der Parallelwelt sein gesamtes Leben widmet. An Clooneys Seite kann Britt Robertson, die durch die TV-Serie „Under the Dome“ bekannt wurde, als wissbegierige Teenagerin überzeugen. „Dr. House“-Darsteller Hugh Laurie übernimmt den Part des Widersachers David Nix, während die elfjährige Raffey Cassidy mit einer sehr erwachsenen Darstellung des Roboter-Mädchens überrascht. 

Trotz der beeindruckenden Gestaltung der Kulissen, die zum Träumen einlädt, lassen sich kleine Logikfehler nicht leugnen. Wer sich aber auf Abenteuer einlässt, wird eine rasante Reise in die futuristische Welt von Tomorrowland erleben.

von Sandy Kolbuch


Fakten zum Film:

Originaltitel: Tomorrowland 

Land: USA 

FSK: 12 

Regie: Brad Bird 

Darsteller: George Clooney, Britt Robertson, Hugh Laurie, Raffey Cassidy u.a.

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