Bis ganz nach oben

Kaufbeurer Feuerwehrmann Joachim Krißmer gewinnt Berliner Stairrun

+
6:16 Minuten brauchten die Gewinner Joachim Krißmer (rechts) und Jens Lüdeke bis zur 39. Etage des Park Inn Hotels.

Berlin/Kaufbeuren – Joachim Krißmer bekommt wohl einfach nicht genug. Eine Woche nach dem New York City Stair Climb im World Trade Center (wir berichteten) hat der Kaufbeurer Bundeswehr-Feuerwehrmann vergangenen Samstag in einem Zweierteam am Firefighter Stairrun in Berlin teilgenommen – und gewonnen.

Dieser Treppenlauf führt die 39 Etagen des Park Inn Hotels am Alexanderplatz hinauf. Das bedeutet 770 Stufen. Ziel ist die Aussichtsplattform auf 110 Meter Höhe. Das Event wird vom Berliner TFA-Team veranstaltet; TFA steht für die Wettkampf-Serie „Toughest Firefighter Alive”. Teilgenommen haben bei der neunten Auflage des Firefighter Stairruns rund 400 Teams aus ganz Europa, jeweils bestehend aus zwei Feuerwehrmännern beziehungsweise auch -frauen in kompletter Persönlicher Schutzausrüstung. Allein 20 Teams stellte die Bundeswehrfeuerwehr. Die Kosten für seine nationalen Wettkämpfe übernimmt Krißmers Arbeitgeber.

Der Kaufbeurer war zum sechsten Mal dabei. Sein Laufpartner Jens Lüdeke von der Berufsfeuerwehr Hamburg ist nach den 13. World Firefighter Games in Südkorea vom Oktober amtierender Treppenlaufweltmeister und somit topfit. Das Duo ging im Extra-Block „Fire Fly“ an den Start. Das sind die schnellsten 20 Teams aus dem Jahr 2018. Sechs Minuten und 16 Sekunden brauchten sie, um die Stufen zu erklimmen und waren damit Schnellste in der Kategorie Youngster und Gesamtsieger. Das zweitplatzierte Team war 20 Sekunden langsamer.

„Ich hatte mir im Vorfeld nicht so viel ausgerechnet“, sagte Krißmer unserer Zeitung. Schließlich steckten ihm noch der Treppenlauf von New York und der Rückflug in den Gliedern. Gezielt auf den Run in Berlin habe er sich dann gar nicht mehr vorbereiten können. Mit dem TFA-Team aus Augsburg hat er aber in den letzten Monaten viel zusammen im „Maiskolben“, dem Augsburger Hotelturm, trainiert und ist dem Team dankbar für dessen Flexibilität. „Seit sechs Jahren arbeite ich darauf hin. Es war genial, aber anstrengender als der Stair Climb eine Woche zuvor“, so der 39-Jährige. Bei letzterem muss man zwar wesentlich mehr Stufen hinauf, doch der Kaufbeurer sei immer schon eher der Langstreckenläufer gewesen. „In Berlin quält man sich sechs Minuten, das ist ein ganz anderer Takt.“ Gelohnt haben sich diese Qualen, denn er und sein Partner haben nicht nur ihre Zeit vom Vorjahr um 43 Sekunden unterboten, sondern sind auch die beste Zeit eines deutschen Teams in der Geschichte des Stairruns im Park Inn gelaufen.

von Martina Staudinger

Auch interessant

Meistgelesen

Jagdschutzverein Kaufbeuren: Rehkitze retten mit Drohnen
Jagdschutzverein Kaufbeuren: Rehkitze retten mit Drohnen
Der Flughafen Memmingen: Das Tor zum Süden
Der Flughafen Memmingen: Das Tor zum Süden
Hervorragende Wasserqualität in Ostallgäuer Badeseen
Hervorragende Wasserqualität in Ostallgäuer Badeseen
Streit zwischen betrunkenem Ehepaar löst in Kaufbeuren Polizeieinsatz aus
Streit zwischen betrunkenem Ehepaar löst in Kaufbeuren Polizeieinsatz aus

Kommentare