Ganz spannende Geschichte

Für Mittwoch vergangener Woche hatte die CSU mit ihrem Ortsvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke und Oberbürgermeister Stefan Bosse zum „Neujahrsempfang" eingeladen. Die etwa 150 Anwesenden erhielten dabei Informationen über Politik aus Bund und Stadt sozusagen „aus erster Hand".

Eingeladen waren die Mitglieder der CSU Kaufbeuren sowie „Funktionäre" aus Vereinen, Verbänden und Organisationen. Stephan Stracke sprach bei seiner Begrüßung vom 4. Empfang dieser Art und somit schon von Tradition. Als „junger, neu in den Bundestag gekommener Abgeordneter" erzählte Stracke von einer für ihn „ganz spannenden Geschichte", mit gewissen „Turbulenzen" gleich in den ersten Tagen der „neuen bürgerlichen Regierung" (Mi- nister-Rücktritt und den damit verbundenen Wechseln im Kabinett). Nun seien die nächsten drei Jahre keine Wahlen, weshalb man „gelassen an die Dinge herangehen kann", so Stracke. Zum Thema „Afghanis- tan" sagte er: „Wir haben derzeit 13000 ausgebildete Kräfte dort im Einsatz, bräuchten jedoch mehr als 45000. Nach meiner Ansicht werden wir noch fünf Jahre dort sein müssen.“ Das „Wachstumsbeschleunigungsgesetz" sieht MdB Stephan Stracke als „wichtig und richtig", um Konjunkturimpulse zu setzen. Dazu gehören auch Steuererleichterungen, die „notwendig sind, um auf den Wachstumspfad zu gelangen". Ein gewisser Grundoptimismus ist sowieso erforderlich. Das Gesundheitswesen muss auf längerfristiger Perspektive bezahlbar sein. Und die CSU- Mitglieder animierte Stracke: „Stehen sie eng bei uns und mit uns zusammen, auch wenn der Wind mal schärfer weht.“ Oberbürgermeister (OB) Stefan Bosse meinte bei seinem Grußwort: „Es wird zunehmend schwieriger, nach einem Stephan Stracke zu sprechen" und ihn direkt an- sprechend meinte Bosse: „Der ganze Wahlkreis steht hinter dir und wir sind so gut aufgestellt, wie seit Jahren nicht mehr. Wir stehen unter Volldampf.“ Auf die Stadtfinanzen bezogen, stellte der OB fest: „Wir haben deutliche Einbrüche bei den Steuereinnahmen und dadurch nicht mehr die Finanzkraft, neue Dinge anzupacken. Als Beispiele nannte er die Er-weiterung der FOS/BOS und der Glasfachschule in Neugablonz. „Uns fehlt ein Volumen von 12 bis 14 Millionen Euro. In den nächsten Jahren sind neue Schulden von etwa 10 Mio. geplant - derzeit liege die Stadt bei 27 Millionen, die aber „beherrschbar sind.“ Hinsichtlich der Fachhochschule für Finanzwesen hat sich die Stimmung ins Positive gewandelt. Ziel wird sein, diese Einrichtung zu halten. „Die FH kam anfänglich genau so krumm und bucklig daher, wie die 'Christusstatue'“, so Bosse. Abschließend meinte der OB: „Nehmen sie den Eindruck einer Kommune mit, die sich gegen die aktuelle Situation stemmt. Wir sind selbstbewußtgenug zu sagen: Wir schaffen das!“

Meistgelesen

Eiskalt durch den Dreck
Eiskalt durch den Dreck
Kinotipp: "Die versunkene Stadt Z"
Kinotipp: "Die versunkene Stadt Z"
"Gerne noch behalten"
"Gerne noch behalten"
Hat der Standort Kaufbeuren eine Chance?
Hat der Standort Kaufbeuren eine Chance?

Kommentare