Bürgermeister nimmt den Scheck entgegen

Gasexplosion: 5000 Euro Spende für Rettenbacher Familie

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Scheckübergabe. Von links Wolfgang Martin (VfL Denklingen), Bürgermeister Reiner Friedl (Rettenbach), Amtskollege Andreas Braunegger (Denklingen), Michaela Martin und Brigitte Schlecht vom Frauenbund sowie Regina Wölfl vom VfL-Sportverein.

Denklingen/Rettenbach – Es hatte seinen Grund, warum auf der Bürgerversammlung in Denklingen, die erstmals im Saal des neuen Rathauses abgehalten wurde, gleich zwei Bürgermeister nacheinander ans Rednerpult traten. Zunächst schilderte Hausherr Andreas Braunegger, dass aus dem Kuchen- und Getränkeverkauf beim Fest zur Rathauseröffnung ein stattlicher Spendenbetrag von 4963 Euro und 59 Cent zusammengekommen war, zu dem auch private Geldgeber beigetragen haben.

Dann überreichte Braunegger den Scheck zusammen mit Vertretern des Sportvereins und des Frauenbundes an den Rettenbacher Amtskollegen Reiner Friedl. Der nahm ihn stellvertretend entgegen; das Geld ist für die Familie Humm bestimmt. Der Sportverein war beim Tag der offenen Tür im neuen Denklinger Rathaus Ende September für den Getränkeverkauf zuständig; der Frauenbund sorgte für Kaffee und Kuchen.

Es ist inzwischen ein halbes Jahr her, dass bei der verheerenden Gasexplosion im Mai Vater und Tochter einer fünfköpfigen Familie in den Trümmern des eigenen Hauses ums Leben kamen. Die 40-jährige Mutter hatte mit schweren Brandverletzungen überlebt, schwebte aber nach dem tragischen Unglück in Lebensgefahr. Die zwei Buben blieben unverletzt; sie waren zum Zeitpunkt der Explosion außer Haus auf einem Spielplatz in der kleinen Ostallgäuer Gemeinde.

Rettenbachs Bürgermeister Friedl dankte für die finanzielle Unterstützung aus Denklingen. Er berichtete vor den 80 Besuchern der Bürgerversammlung, dass sich Sandra Humm auf dem Weg der Besserung befinde. Sie habe ihre Reha verlängert. Man habe Verständnis dafür, dass die leidgeprüfte Witwe und Mutter sich Zeit nehme für die Entscheidung, ob sie sich künftig mit ihren zwei Buben in Rettenbach oder woanders niederlassen wolle.

Die Aktion in Denklingen reiht sich ein in die Welle der Hilfsbereitschaft, die nach dem tragischen Unglück vor allem im Allgäu und im Oberland zu verzeichnen gewesen ist. Erst im Oktober nahm Bürgermeister Friedl einen Scheck über 3600 Euro entgegen, den die Schongauer Fußballer als Erlös aus einer Altpapiersammlung überreicht hatten. Im Oktober hatte sich Sandra Humm öffentlich bei den Helfern und Spendern bedankt.

jj

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