Veteranentreffen in Willofs

Schnee und Kälte zum Trotz

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Die Band “Gamskampler” machte am Freitag den Anfang
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Die Band “Gamskampler” machte am Freitag den Anfang
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Mitglieder der Band “Altri Generi”
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“Rainer von Vielen” war für Viele das Highlight des Abends.
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“Rainer von Vielen” war für Viele das Highlight des Abends.
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“Rainer von Vielen” war für Viele das Highlight des Abends
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Die Fans ließen sich von der Stimmung auf der Bühne mitreißen und tanzten ausgelassen.

Willofs – Musik vereint. Am vergangen Wochenende konnte wieder einmal bewiesen werden, wie viel Wahrheit in diesen Worten steckt. Denn genauso vielfältig wie Kostüme und Instrumente der auftretenden Künstler, waren auch die Besucher des Festivals "Veteranentreffen" in der Nähe von Obergünzburg. Am Freitag sorgten sieben Bands und zusätzlich zwei DJs trotz starker Schneefälle für eine einmalige Atmosphäre.

Wer zum ersten Mal nach Willofs kommt, ist zunächst überwältigt. Kleine gemütliche Sitzecken mit Kerzenlicht, verschiedene Zelte und Räumlichkeiten und eine unglaubliche Gastfreundschaft. Auch dem 22-Jährigen Pascal Gebler aus Rieder geht es so. „Vor zwei Jahren war ich hier auf der ,End-of-Summer-Party'. Da habe ich mich voll in das Festival verliebt. Die familiäre Stimmung ist einfach toll. Von Jung bis Alt sind alle Altersklassen vertreten. Man kann sich mit jedem unterhalten. Das Veteranentreffen ist sozusagen der Hammer.“ 

Er ist auch einer der Mutigen, die trotz Temperaturen um die null Grad beschlossen haben, am Ortsrand von Willofs zu campen. „Da waren auch einige dabei, die mit der Schneeschaufel erstmal ihren Zeltplatz freigeräumt haben“, berichtet Veranstalter Thomas Seegger. Die Wetterlage habe den Zeitplan bei den Vorbereitungen durcheinander gebracht. 

Trotzdem ist Seegger zufrieden. „Uns ist ein friedvolles Fest, eine Begegnung von Alt und Jung und eine gute Atmosphäre wichtig.“ Das ist den Veranstaltern auf jeden Fall gelungen. 

Am Freitag waren auf den beiden Bühnen alles von HipHop, Volkspunk über Elektro bis Jazz vertreten. Den Anfang machte die Band „Altri Generi“ aus dem Unterallgäu. Parallel dazu sorgten die „Gamskrampler“ mit bayrischen Texten für ausgelassene Stimmung und verteilten außergewöhnliche Geschenke, wie beispielsweise ein Nudelholz. Für viele das Highlight des Abends war „Rainer von Vielen“. Mit seinem deutschen HipHop riss er die Menge mit und beeindruckte mit gewaltigem Stimmumfang durch Fallsett- und Kehlkopfgesang. 

Wie international das Festival ist, bewies die Band, die zeitgleich auf Bühne 2 spielte. Mit „Bomba Titinka“ trat eine Gruppe aus dem italienischen Padua auf. Außerdem boten die Bands „Transmitter“, „Hhanoi“ und „Dr. Umwuchts Tanzpalast“ allen Besuchern die Möglichkeit, die ganze Nacht durchzufeiern. Wem dies immer noch nicht genug war, konnte zusätzlich im Stadel oder der Disco mit „DJ Egodisco“ und „DJ Pauli & Conny“ das Tanzbein schwingen. 

Die Disco im Gasthof ist der Ursprung der ganzen Veranstaltung und mit seinem urigen Ambiente seit inzwischen 76 Jahren immer einen Besuch wert. „Morgen schmilzt dann der Schnee“, versprach „Rainer von Vielen“ dem Publikum. Tatsächlich konnten sich spätestens am Sonntag alle über die Sonne und Temperaturen weit über dem Gefrierpunkt freuen. Ob dies aber an der Feuershow der Gruppe „Fuego Diavolo“ oder dem guten Draht von Rainer zum „HipHop-Himmel“ lag, wird wohl ein Geheimnis bleiben.

von Agnes Reißner

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