Buntes Spektakel und wilde Wägen

Ferne, weite Welt feiert in Marktoberdorf

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Wesen aus einer fremden Galaxie (mit Wohnsitz zumeist in Bertoldshofen) besuchten den Gaudiwurm in Marktoberdorf.
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Glitzerschminke ist absolut angesagt.
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Die Minimäuse aus Aitrang verbreiteten ausgelassene Stimmung.
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Die Sportler aus Rieder wollen sich für Olympia 2024 bewerben.
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Auch Trumps Mauerbau wurde thematisiert.

Marktoberdorf – Der Oberdorfer Gaudiwurm wurde am vergangenen Faschingssonntag seinem Ruf wieder einmal gerecht, einer der größten und schönsten Faschingsumzüge in ganz Schwaben zu sein. „Hee Du, hee!“ schallte und hallte es, als zehntausende Besucher entlang der 3,5 Kilometer langen Umzugsstrecke die Rufe der Fasnachter erwiderten.

Drachen und Präsidenten

Mit 1500 Teilnehmern aus der gesamten Region, dutzenden spektakulären Faschingswagen, ausgefallenen Kostümen, Gugga- und Blasmusik, Akrobatik und Ausgelassenheit schlängelte sich der Gaudiwurm durch Marktoberdorfs Straßen. Es schien, als hätte die ferne, weite Welt Einzug ins Allgäu gehalten. Chinesische Drachen und entzückende Geishas, Fakire auf fliegenden Teppichen, Bongo-Trommeln aus dem Kongo und eine ganze Gruppe blonder, wahnwitziger Präsidenten bevölkerten die Innenstadt. Daneben standen auch lokale Themen auf dem närrischen Prüfstand: Mexikaner waren eingeladen, im Allgäu und nicht mehr in den USA Zuflucht zu suchen (Trachtler MOD), den Altdorfer Pappnasen gefiel die Aussicht auf eine bald vierspurige B12, in Rieder bereitete man sich auf die Ausrichtung von Olympia 2024 vor und Bertoldshofen ließ den König (-swirt) auferstehen.

Während des rund zweistündigen Faschingsumzugs begeisterten die Fasnachter ihr Publikum mit bunten Ideen und wilden Wagenkonstruktionen. „Einfach Wahnsinn, was sich die Gruppen Jahr für Jahr einfallen lassen“, lobte auch Claudia Bestler, die Präsidentin der Oberdorfer Fasnachter, begeistert die einzelnen Gruppen. In der Tat präsentierte sich eine bunte Vielfalt: Eine rollende Skiflugschanze, ein fliegendes Looping-Mobil, ein riesiges Stinktier, ein Peter-Lustig-Löwenzahnwagen und eine Chill-Out-Zone für erschöpfte Milchkühe. Wochenlang hatten die Gruppen meist im Geheimen an ihren waghalsigen Gefährten gearbeitet.

Die Mühe hat sich gelohnt. Nach dem Umzug wurde auf Plätzen, in Zelten und Gaststätten noch fröhlich weitergefeiert.

von Angelika Hirschberg

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