Marktoberdorfer Gaudiwurm lockt Tausende auf die Straßen

Wieder einmal schallt es Hee-Du-Hee

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Bonbonaustausch auf unterer Ebene…

Marktoberdorf – Schlechtes Wetter kennen die Maschkerer nicht, wenn es um den schönsten und längsten Faschingsumzug in der Region geht. Der Ruf zum 48. Gaudiwurm erreichte nicht nur die Fasnachtsbegeisterten aus der Umgebung, er reichte bis ins benachbarte Ausland, nach Österreich und Baden Württemberg.

Mehr als 1700 Zugteilnehmer waren es beim Marktoberdorfer "Gaudiwurm", die die ohnehin schon gute Stimmung der vielen Zuschauer auf den Straßen der Kreisstadt weiter anheizten. 

2,5 Kilometer Zugstecke mussten es schon sein, um den 67 Zugnummern ausreichend Raum für ihr fasnachtliches Spektakel zu liefern. Die Themen reichten diesmal von der größten Bierkiste über die Oberdorfer Legofeuerwehr hin zu lokalpolitischen Inhalten. Wieder einmal zeigten die Maschkerer wie phantasievoll man die Meinungsvielfalt rund um regionalpolitische Fragen darstellen kann. Dabei wurde nicht nur das Thema Energiewende in seinen verschieden Facetten farbenfroh und aussagekräftig aufgearbeitet, auch das abendliche und nächtliche Freizeitangebot in der Kreis-stadt musste sich auch in diesem Jahr wieder auf sehr plakative Art und Weise Kritik gefallen lassen. 

Während sich die Kolpingfamilie auf die Standortsuche machte, zeigten die Bertoldshofener, was sie von der Windkraft halten. Die Schließung des AHA und vorhandene Leerstände nahmen die Oberdorfer Maschkerer zum Anlass die Kreisstadt in Geisterstadt umzubenennen. Eine Gruppe erinnerte an den Dauerbrenner „Lotti“ aus der zurückliegenden sommerlichen „Sauren Gurkenzeit“ und wollte die Zuschauer dabei noch davon überzeugen, dass sich so-gar der Bayerische Rundfunk für diese "überaus gefährliche Schildkröte" interessiert habe. Dass Regen und schlechtes Wetter eher dem subjektiven Empfinden des Einzelnen unterliegt, bewiesen die Huttenwanger, die der offensichtlich schlechten Laune von Petrus in der Badehose trotzten. Stimmungsvoller Umzug Was aber wäre ein Fasnachtsumzug ohne die vielen bunten und stimmungsvollen Bilder am Rande der Veranstaltung? Die vielen häufig sehr aufwändigen Kostüme der Zuschauer, die Kinder, die sich nach den Süßigkeiten strecken, die vielen Musikkapellen, die den Zug mit fetziger Musik begleiteten und natürlich das Hee – Du – Hee, das wie ein immer wiederkehrendes Echo durch die Straßen schallte. von Klaus Bauer

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