Straßenreinigung und Abwasser werden günstiger – Müllgebühren bleiben gleich

Gute Nachrichten bei Gebühren

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Die Gebühren für die Abfallentsorgung bleiben gleich.

Kaufbeuren - Erfreuliche Nachrichten gibt es zum neuen Jahr für die Bürger der kreisfreien Stadt Kaufbeuren. Denn sie zahlen auch im neuen Jahr nicht mehr, sondern insgesamt sogar weniger Gebühren für die drei wichtigsten Dienstleistungen der Verwaltung: Müllabfuhr, Abwasseraufbereitung und Straßenreinigung. 

Für Abwasser müssen die Kaufbeurer Bürger ab 2014 etwas weniger Gebühren zahlen, ebenso für die Straßenreinigung. Nur die Gebühren für die Abfallentsorgung bleiben gleich. Aber auch hier, so Stadtkämmerer Markus Pferner, sehe man das Ergebnis positiv. Denn eigentlich habe man mit einer Erhöhung der Abfallgebühren rechnen können. 

Abwasser

Eingeleitet in die öffentliche Entwässserungseinrichtung der Stadt Kaufbeuren werden sowohl Schmutzwasser als auch Niederschlagswasser. Pro 40 Kubikmeter (40.000 Liter) Abwasser sparen sich die Kaufbeurer nach der Neuberechnung dabei zukünftig rund zwei Euro. Eine Grundlage für die Berechnung der Wassermenge bleibe weiterhin die Menge des Frischwassers, das Privatleute oder Firmen auf einem Grundstück erhalten. Sollte dort Wasser zurückbehalten oder verbraucht werden, das später nicht als Schmutzwasser abgeführt wird, sei es möglich, dies gesondert zu berechnen und von den Schmutzwassergebühren abzuziehen, so Pferner. Eine Rolle spiele auch eine eventuelle Versiegelung oder Teilversiegelung eines Grundstücks. 

Ab 2014 beträgt die Schmutzwassergebühr pro Kubikmeter Fäkalschlamm 30 Euro. Hier werde davon ausgegangen, dass die Klärung des Schlammes etwa sechsmal so viel Aufwand verursache wie die Klärung des üblichen Haushaltsabwassers, sp Pferner. Die Schmutzwassergebühr beträgt zukünftig 1,75 Euro pro Liter, die Niederschlagswassergebühr 0,55 Euro pro Liter. 

Abfall

Bei der Abfallentsorgungsgebühr betonte Pferner, man freue sich, den eigentlich erwarteten Kostensteigerungen in diesem Bereich entgangen zu sein. Es wäre laut dem Stadtkämmerer prinzipiell sogar möglich gewesen, die Gebühren „im Centbereich“ zu senken, jedoch sei dies angesichts der dann nötigen Erstellung neuer Bescheide und des weiteren Verwaltungsaufwands nicht sinnvoll erschienen. So zahlen die Kaufbeurer auch ab dem kommendem Jahr wieder beispielsweise acht Euro pro Müllsack, eine Gebühr von 4,60 Euro für einen 60-Liter-Sack und eine Grundgebühr von 1,30 Euro für bewohnte Grundstücke. 

Straßenreinigung

Ebenfalls positive Nachrichten gab es bei der Festsetzung der Gebühren für die Straßenreinigung. Weil im Zeitraum 2010 bis 2013 trotz einer bereits erfolgten Minderung der Gebühren laut Markus Pferner erneut eine Überdeckung erzielt wurde, müssen Bürger und Firmen hier ab 2014 weniger zahlen. Weiterhin bleiben die einzelnen Straßen im Stadtgebiet in sogenannte „Klassen“ eingeteilt. Entscheidend für die Gebührenberechnung sind zudem die „Front- meter“ eines Grundstücks. 

Reduziert haben sich die Gebühren für Straßen der Klasse I (Reinigung alle zwei Wochen) von bisher 0,67 Euro auf 0,60 Euro, für die Klasse II (Reinigung jede Woche) von 0,88 Euro auf 0,80 Euro und für Klasse III (Reinigung bis zu fünfmal pro Woche) von 3,95 Euro auf 3,60 Euro. 

Abweichungen im Kalkulationszeitraum

Man wolle die Verteilungsschlüssel allerdings hinsichtlich des tatsächlichen Aufwands genau beobachten, so Pferner abschließend: Sollte es hier zu starken Abweichungen kommen, könne der Kalkulationszeitraum abgebrochen und die Gebühren neu berechnet werden. Sollte dies nicht der Fall sein, gelten die genannten Gebühren bis 2017. von Michaela Frisch

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