Gebühren sollen angehoben werden

Das Anton-Schmid-Hallenbad wurde 2009 umfassend saniert. Foto: Bauer

Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Stadtrat, werden die Bürger für den Musikunterricht in der städtischen Musikschule und für den Besuch des Hallenbades künftig etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Einstimmig haben am vergangenen Montag die Mitglieder des Marktoberdorfer Hauptverwaltungs-, Personal- und Finanzausschusses einer durch die Verwaltung vorgelegten Empfehlung für den Stadtrat zugestimmt. Die Gebührenerhöhung soll für beide städtische Einrichtungen ab 1. September 2011 greifen.

Von einer moderaten Gebührenerhöhung sprach der Kulturamtsleiter Rupert Filser, der eine durchschnittliche Steigerung der Entgelte für den Besuch der Musikschule um 4,8 Prozent für gerechtfertigt hält. Marktoberdorf liege damit im Mittel der umliegenden Musikschulen – die Stadt Füssen plane gar eine Steigerung um sieben Prozent. Von der ursprünglich geplanten Verkürzung der Unterrichtsdauer in der musikalischen Grundausbildung auf 45 Minuten sei man auf Empfehlung der Lehrkräfte abgerückt. Diese Entscheidung sei gut, so Doris Rössle (FW), denn hier handele es sich schließlich um die musische Grundsteinlegung bei den Kindern. Auch Axel Maaß (Grüne) konnte der städtischen Planung viel Positives abgewinnen. Besonders die Geschwisterregelung sei gut, auch wenn dies die Stadt zusätzliches Geld koste. Mit Blick auf wachsende Defizite in der Stadtkasse sehe er die großzügige Gebührenregelung kritisch, erklärte dagegen Andreas Wachter (CSU). Eine Steigerung der Defizite konnte Bürgermeister Werner Himmer jedoch nicht sehen und verwies auf das spätere musikalische Potential. Besonders der Gruppenunterricht solle gefördert werden meinte Filser, denn Jutta Jandl bewertete die Erhöhung beim Einzelunterricht um sechs bis acht Prozent als „sehr krass“. Schützenhilfe erhielt die Verwaltung von Markus Singer, der die Tarife trotz Erhöhung als „sehr sozial“ einstufte, schließlich liege der Stundensatz umgerechnet unter 20 Euro. Badespaß wird teurer Familienfreundliche Eintrittspreise für das Hallenbad wolle die Stadt ihren Bürgern anbieten erklärte Himmer und eröffnete so den Tagesordnungspunkt zwei. Nach der umfassenden Sanierung des Hallenbades im Jahr 2009 sollte eine Anpassung der Eintrittspreise für die Bevölkerung nachvollziehbar sein. Ins Detail ging der Personalamtsleiter Wolfgang Wieder. Allein die jährlich verkauften 43.000 Einzelkarten könnten zusätzlich 21.530 Euro in die Stadtkasse spülen, wenn die Eintrittskarten von drei auf 3,50 Euro erhöht würden (Frühschwimmer künftig zwei Euro). Auch die übrigen Eintrittsentgelte wären von der geplanten Erhöhung betroffen. So steigen die Preise für den Besuch der Sauna von fünf auf sechs Euro (Einzelkarte) und auch Schulen und Vereine wird es treffen. So wird beispielsweise der TSV Fünfkampf-Schwimmen künftig 259 Euro jährlich mehr für den Besuch des Hallenbades aufbringen müssen. Als positiv bewertete Doris Rössle die Auskunft, dass im Gegensatz zu anderen Bädern, beliebig viele Kinder im Familieneintrittspreis enthalten seien (künftig 8,50 Euro). Man müsse es immer wieder betonen, wie sozial die Eintrittspreise in Marktoberdorf seien, betonte Axel Maaß, denn man dürfe nicht vergessen, dass der Betreiber des Hallenbades trotzdem ein Zuschussbetrieb sei.

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