Blühflächen liefern Nektar und Pollen für Blüten suchende Insekten

Großes Gedränge am Germaringer Insektenbüfett

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Blühfläche auf dem „Bödele“ südöstlich der Obergermaringer St. Michaelskirche.

Germaringen – Bei der Auswahl der Samenmischungen für die Germaringer Blühflächen achteten die Organisatoren weniger auf eine spektakuläre Farbenpracht, als vielmehr auf eine reichhaltige Nahrungsgrundlage für Honig-und Wildbienen, für Hummeln und Schmetterlinge.

Die meisten dieser Flächen, welche im Zuge des Volksbegehrens zum Artenschutz auf kommunalen, landwirtschaftlichen und privaten Böden angesät wurden, stehen inzwischen in voller Blüte und werden von den Fluginsekten regelrecht gestürmt. Auf den beiden größten Flächen – „Bödele“ in Gemeindebesitz und die Wiese östlich von Hegerma in Privatbesitz von Gisela Hebel – mit insgesamt 7000 Quadratmetern, die von Projektleiter und Gemeinderat Reinhard Miller in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Bauhof bearbeitet wurden, sprießt und gedeiht eine Mischung aus verschiedenen Wild- und Kulturarten (unter anderem Natternkopf, Buchweizen, Alant, Herzgespann, Großer Wiesenknopf, Phacelia, Sonnenblume, Kornblume, Borretsch, Dill), die energiereichen Nektar liefert. Darüber hinaus sind diese Flächen natürlich auch ein wertvoller Lebensraum für alle Bodenbrüter. Die Germaringer Bürger konnten sich als Blühpaten finanziell beteiligen, wobei die Gemeinde diesen Anteil aus ihren Mitteln verdoppelte, oder mit kostenlosem Saatgut im eigenen Garten eine insektenfreundliche Blühfläche schaffen.

Bürgermeister Helmut Bucher und Gemeinderat und BUND-Naturschutz Kreisvorsitzender Josef Kreuzer freuen sich auch ganz besonders über die neuen Blühstreifen, die von Germaringer Landwirten entlang von Ackerflächen angelegt wurden. Insgesamt wurden so mehr als 20.000 Quadratmeter Insektenweide geschaffen, die für den dringend benötigten Lebensraum und die Vielfalt von Pflanzen und Tieren dient.

Damit die Blütenbestäuber überleben können, brauchen sie vom zeitigen Frühjahr bis zum Spätherbst ausreichend Nahrung und Wohnraum. Gerade auch jeder Hausgärtner hat viele Möglichkeiten, mit einheimischen und standortangepassten Blühpflanzen einen Beitrag zum Naturschutz zu leisten. Und auch eine „wilde Ecke“ mit Brennnesseln für die Schmetterlingsraupen und ein „Hotel“ für die Wildbienen leisten gute Dienste für den Erhalt und Schutz der Natur und des Menschen, denn Insekten sichern durch ihre Bestäubungsleistung auch die menschlichen Lebensgrundlagen.

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