Gegen Geschichtsverzerrung

Israel-Ausstellung „1948“ im Kaufbeurer Rathaus zu sehen

+
Einblicke in die Geschichte Israels gab Kurator Dr. Oren Osterer den interessierten Gästen bei der Vernissage der Ausstellung „1948“.

Kaufbeuren – In ihrem Beitrag gegen Antisemitismus will die Ausstellung „1948“ durch fundierte Aufklärung Fehlinformationen und Geschichtsverzerrungen entgegenwirken. Im Rahmen der Vernissage eröffnete Oberbürgermeister Stefan Bosse als lokaler Schirmherr kürzlich gemeinsam mit Kurator Dr. Oren Osterer die Israel-Ausstellung im Foyer des Kaufbeurer Rathauses.

„In einer Zeit, in der Antisemitismus wieder eine erschreckende Akzeptanz in unserem Land findet, wollen wir mit dieser Ausstellung in Kaufbeuren durch Fakten und Tatsachen für Klarheit sorgen, was die Gründung des Staates Israel betrifft“, so die Immanuelgemeinde als lokaler Veranstalter, die die Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ auf den Weg gebracht hat. Projektpartner ist der Verein für Demokratie und Information e.V. (DEIN). Zuvor wurde die Ausstellung, die sich laut Osterer großer Nachfrage erfreut, bundesweit bereits an mehr als 25 Standorten gezeigt.

5.500 Arbeitstage haben Historiker, Politologen, Orientalisten und Nahost-Experten für die Ausstellung „1948“ recherchiert. Die Wissenschaftler untersuchten Tausende von Dokumenten, Berichten, Aussagen von Zeitzeugen und Aufnahmen, die teilweise erst kürzlich freigegeben wurden. 32 Tafeln informieren über die Staatsgründung Israels, die sich 2018 zum 70. Mal jährte, über deren Vorgeschichte sowie die schwierige Zeit danach. Ein Audio Guide, der via Smartphone abgespielt werden kann, bietet den Besuchern inhaltliche Orientierung.

Die Ausstellung lädt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte Israels ein. „Diese Thematik muss jeden Deutschen interessieren, denn sie hat unmittelbar mit unserer Geschichte zu tun“, verwies Bosse auf die Bedeutung, sich ein authentisches Bild zu machen, das nicht von Fehlinformationen und Halbwissen verfälscht ist.

„Die Ausstellung 1984 ist ein historisches Korrektiv. Ihre Bedeutung geht aber weit über das Jahr hinaus. Sie bildet das Modell für eine erstrangige demokratische Verpflichtung: bei Propaganda, Hassinformationen und geschichtlicher Verzerrung nicht zu schweigen“, so DEIN-Vorsitzende Cora Rimoczi. Für alle Interessierten ist die Ausstellung noch bis zum 27. März im Foyer des Kaufbeurer Rathauses während der allgemeinen Öffnungszeiten zu sehen.

von Mahi Kola

Auch interessant

Meistgelesen

Pkw in Bronnen rundum verkratzt und eingedellt, Scheibenwischer verbogen
Pkw in Bronnen rundum verkratzt und eingedellt, Scheibenwischer verbogen
Segnung von zwei Feldkreuzen zwischen Ingenried und Irsee
Segnung von zwei Feldkreuzen zwischen Ingenried und Irsee
Großbrand in einer Maschinenhalle bei Irsee: 1,5 Millionen Euro Schaden
Großbrand in einer Maschinenhalle bei Irsee: 1,5 Millionen Euro Schaden
Riesenkranich-Schädel entdeckt
Riesenkranich-Schädel entdeckt

Kommentare