50 Gegenstände abgegeben

Stadtmuseum zieht Resümee zum Sammlungsaufruf zur NS-Zeit in Kaufbeuren

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Projektmitarbeiterin Nina Lutz präsentiert eine Reihe der Objekte, die im Rahmen des Sammlungsaufrufs im Stadtmuseum Kaufbeuren abgegeben wurden.

Kaufbeuren – Von März bis Mai 2018 startete das Stadtmuseum Kaufbeuren einen öffentlichen Sammlungsaufruf, um die bestehende Sammlung des Stadtmuseums zur NS-Zeit zu erweitern. Im Projektzeitraum bewertete Nina Lutz, die als freiberufliche Zeithistorikerin tätig ist, Fotos, Dokumente und Erinnerungsstücke, die von der Kaufbeurer Bevölkerung im Museum abgegeben wurden. Ende Mai lief das Projekt, das mit Mitteln der Landesstelle für nichtstaatliche Museen gefördert wurde, nun vorerst aus.

Über Werbemittel, Zeitungsartikel und Medienberichte sowie mehrere Versandaktionen an verschiedene Netzwerke in Kaufbeuren konnte das Stadtmuseum auf die Aktion aufmerksam machen. Von März bis Mai wurden rund 50 Objekte und Gegenstände im Stadtmuseum Kaufbeuren abgeben und von Nina Lutz bewertet. Unter den Objekten befinden sich zahlreiche Stücke, die nun Teil der Sammlung werden oder aber in der Sonderausstellung „Kaufbeuren unterm Hakenkreuz“ 2019 Verwendung finden. „Durch die Maßnahme konnte das Kaufbeurer Stadtmuseum eine Reihe von Zeitdokumenten sichten, die – vor allem in Verbindung mit den dazugehörigen biographischen und lokalen Bezügen – eine wertvolle Bereicherung für unsere Sammlung und auch die Forschung zum Nationalsozialismus in Kaufbeuren darstellen. Wir bedanken uns deshalb ganz herzlich bei allen Personen, die uns bei der Suche nach Objekten bereitwillig unterstützt haben“, so die Museumsleiterin Petra Weber.

Projektmitarbeiterin Nina Lutz präsentiert eine Reihe der Objekte, die im Rahmen des Sammlungsaufrufs im Stadtmuseum Kaufbeuren abgegeben wurden.

Auch nach Beendigung der Fördermaßnahme, über welche die freiberufliche Mitarbeit der Zeithistorikerin Nina Lutz finanziert werden konnte, ist das Stadtmuseum Kaufbeuren auch künftig an Objekten zum Nationalsozialismus interessiert. Schenkungen und Leihgaben können weiterhin dem Stadtmuseum übergeben werden – für eine Kontaktaufnahme mit anschließender Terminvereinbarung bittet das Stadtmuseum um Zusendung einer Email, am besten mit Foto des Objekts unter petra.weber@kaufbeuren.de beziehungsweise susanne.sagner@kaufbeuren.de.

Anlass für den Sammlungsaufruf zum Nationalsozialismus ist die 2015 angestoßene Diskussion um das Konzept der Dauerausstellung des Stadtmuseums zum 20. Jahrhundert. Vor diesem Hintergrund startete das Stadtmuseum den Sammlungsaufruf im Frühjahr 2018, um den lückenhaften Sammlungsbestand ergänzen. Für Herbst 2019 ist zudem eine umfangreiche Sonderausstellung mit dem Titel „Kaufbeuren unterm Hakenkreuz“ geplant.

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