Gehöft wird Raub der Flammen

Um die 150 Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehren sowie Beamte der Polizei Kaufbeuren und Rettungskräfte kämpften am Freitagmorgen gegen die Folgen des Blitzschlags. Obwohl die Brandursache mehr oder weniger klar ist, haben Brandermittler der Kripo die weiteren Ermittlungen übernommen.

Dunkle Rauchwolken und beißender Gestank zogen am Freitag über den Kaufbeurer Stadtteil Hirschzell hinweg. Ursache waren die Nebengebäude eines Bauernhauses, die aufgrund eines Blitzeinschlags in den frühen Morgenstunden Feuer gefangen hatten. Auch auf das daneben befindliche Wohnhaus griffen die Flammen über. Noch Stunden später liefen die Löscharbeiten auf Hochtouren, die Nebengebäude konnten jedoch nicht mehr gerettet werden. Menschen wurden keine verletzt.

Starke Gewitter hatten die Stadt Kaufbeuren in der Nacht von Donnerstag auf Freitag heimgesucht, als auf einem Gehöft am Heriloring in Hirschzell der Blitz einschlug. Der Sohn des dortigen Landwirts befand sich mit seiner Mutter im neuen Stall, als beide urplötzlich durch einen „riesigen Knall“ aufgeschreckt wurden. Sofort bemerkten sie Rauchschwaden, die aus dem Dach der Maschinenhalle schwelten. Daraufhin alarmierten der junge Mann und seine Mutter sofort die Feuerwehr, die jedoch den alten Stall und die Maschinenhalle nicht mehr retten konnten. Auch das unmittelbar daneben befindliche Wohnhaus des Jungbauern, ein sogenanntes „Austragshaus“, wurde stark beschädigt, der eigentliche Wohntrakt konnte jedoch vor der kompletten Zerstörung bewahrt werden. Der entstandene Schaden wird auf rund 400.000 Euro geschätzt. Weil der junge Mann versucht hatte, noch einige Maschinen aus der Halle in Sicherheit zu bringen, erlitt er eine leichte Rauchvergiftung. Wegen der starken Rauchentwicklung blieb die Grundschule Hirschzell am Freitag geschlossen, die Anwohner wurden angehalten, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

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