Gerüchteküche um Marktoberdorfer Krankenhaus kocht

Stadt dementiert

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Noch ist nicht klar, wie das verbliebene Stück Krankenhaus „gefällt“ wird.

Marktoberdorf – Nein, es lag nicht an der Menge des Sprengstoffs, dass das Krankenhaus vergangene Woche nur teilweise zu Fall kam. Das dementierte Manfred Guggemoos, Projektleiter der Bauunternehmung Hubert Schmid gegenüber dem Kreisbote. Auch der Umstand, dass gerade im stehengebliebenen Gebäudeteil scheinbar Krankenhauskapelle und Sterbezimmer untergebracht waren, bietet allenfalls Stoff für allerlei wilde Spekulationen. Und die Gerüchteküche in Marktoberdorf, ja die kocht.

Der tatsächliche Grund aber für die missglückte Sprengung war, wie bereits berichtet, die längs und nicht quer ausgerichtete Bewehrung im östlichen Gebäudeteil. Sie hätte auch den hinteren Komplex mitziehen und somit zum Kippen bringen sollen. „Diese Erkenntnis war jedoch aus den alten Statikplänen nicht ersichtlich“, erklärte Guggemoos. Die Bausubstanz also war schuld, wie die Ursachenforschung im Hause Hubert Schmid letztlich ergab.

Wie aber den übrigen steinernen Riesen zu Fall bringen? Das ist weiterhin offen und wird aktuell zwischen Sprengmeister Olaf Hoyer und Gewerbeaufsichtsamt abgestimmt. Eine endgültige Entscheidung darüber, welches Verfahren das Gebäude zum endgültigen Einsturz bringen soll, fällt voraussichtlich kommenden Montag. Aber auch dann wird es noch etliche Tage dauern, bis auf dem Krankenhausgelände Sprengteam oder Abrissbagger anrücken.

In der Zwischenzeit sollen die Gerüchte kochen. Manfred Guggemoos jedenfalls bleibt ganz gelassen. Er erklärt augenzwinkernd: „Nein, wir werden auch keine Studentenwohnungen oder Single-Appartements aus dem verbliebenen Komplex zaubern!“

von Angelika Hirschberg

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