Sie glaubt ein Erbe zu erhalten

„Geldgeschenk“ – Ostallgäuerin um mehrere tausend Euro betrogen

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Symbolfoto

Landkreis – Eine Ostallgäuerin glaubte daran, beerbt zu werden und zahlte mehrere tausend Euro an einen vermeintlichen Anwalt in Frankreich. Doch es waren Betrüger, die ihr vorgaukelten, auf diesem Weg das Erbe einer angeblich totkranken Französin zu erhalten. Nun ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft.

Wie die Polizei berichtet, entdeckte die Ostallgäuerin im Frühsommer dieses Jahres im Internet einen Film mit dem Titel „Geldgeschenk“. In diesem wurde von einer sterbenskranken Dame in Frankreich berichtet, die ihr Vermögen von 295.000 Euro vor ihrem bevorstehenden Tod an eine „geeignete Person“ verschenken wollte.

Die Ostallgäuerin fühlte sich laut Polizei angesprochen und nahm deshalb Kontakt mit der Französin auf, die einen Rechtsanwalt einschaltete, der ihr die Überweisung der 295.000 Euro in Aussicht stellte.

Der angebliche Anwalt gaukelte der Frau zunächst vor, dass sie 180 Euro für die entsprechende Spendenurkunde auf ein französisches Bankkonto überweisen müsse. Dem kam die gutgläubige Geschädigte nach und wurde mit Zustellung eines Zertifikats, das sie als Beschenkte auswies, sogleich um Erstattung der Zustellungskosten in Höhe von 350 Euro aufgefordert.

Nach Überweisung dieses Betrags wurden von der Ostallgäuerin noch unter anderem eine Aktivierungsgebühr bezahlt, um in den Genuss der Geldschenkung zu kommen, berichtet die Polizei.

Nachdem die gutgläubige Frau insgesamt mehrere tausend Euro nach Frankreich überwiesen hatte und abermals 1.800 Euro für die Zustellung einer Geldkarte zahlen sollte, wurde sie misstrauisch und wandte sich an die Polizei in Kaufbeuren.

Im Rahmen der Ermittlungen konnte geklärt werden, dass die ihren nahen Tod „vorspielende“ Frau nicht existent ist und sowohl der Film als auch die Kontakte zwischen der Geschädigten und dem Rechtsanwalt durch unbekannte Personen aus einem westafrikanischen Land eingestellt beziehungsweise geführt wurden.

Bislang konnten keine weiteren Hinweise zu den Transaktionen und Unternehmen in Frankreich erlangt werden. Der Sachverhalt wird nun zur weiteren Entscheidungsfindung der Staatsanwaltschaft Kempten vorgelegt. 

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