Ist ein Kreisverkehr die Lösung?

Gemeinderat Jengen behandelt Wünsche und Anregungen aus den Bürgerversammlungen

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Im Jengener Gemeinderat ist man überzeugt, dass viele Verkehrsteilnehmer die Stoppschilder an der Kreuzung Weinhausener Straße/Verbindungsstraße Richtung Ketterschwang zu wenig beachten.

Jengen – Die Abhandlung von geäußerten Wünschen und Anregungen aus den Bürgerversammlungen der einzelnen Ortsteile war der wichtigste Tagesordnungspunkt der ersten Sitzung des Jengener Gemeinderats im Jahr 2020.

Außerdem wurden die erhöhten Elternbeiträge 2020/2021 für die Kindertagesstätten in der Gemeinde bekannt gegeben.

Jengens Bürger monierten die mangelhafte Beleuchtung für Radfahrer in der Unterführung Richtung Lindenberg-Schöttenau, dem sogenannten Mausloch. Da dies die Stadt Buchloe betrifft, wurde die Beschwerde dorthin weitergeleitet. Ein Antrag vom FC Jengen auf Sportgeräte verschoben die Räte. Die im Frühjahr anstehenden Vorstandswahlen sollen abgewartet werden.

Zahlreiche Wortmeldungen gab es erneut zur Entschärfung der „Todeskreuzung“ Weinhausener Straße/Verbindungsstraße Richtung Ketterschwang. Schon seit Jahren ein neuralgischer Punkt. Es gab einen Antrag, die Bäume im Kreuzungsbereich zu entfernen. Dazu gab es unterschiedliche Meinungen. Einige sagten, dass die Bäume keineswegs störten. Vielmehr würden die Stoppschilder zu wenig beachtet. In diesem Zusammenhang kam der bereits mehrfach vorgeschlagene Kreisverkehr wieder ins Gespräch. Nun soll eine Begehung mit Vertretern des Straßenbauamtes Ostallgäu zur Klärung führen.

Pfützenbildung beseitigen

Der neue Asphaltbelag im Bereich Hauptstraße in Weicht habe diverse Absenkungen, die zu Pfützenbildung führen. In dieser Sache soll ein Gespräch mit der beauftragten Firma geführt werden, um die Mängel zu beseitigen. Des Weiteren soll mit den Lech-Elektrizitäts-Werken (LEW) Kontakt aufgenommen werden, um eine Optimierung der Straßenbeleuchtung an der Stockheimer Straße zu erreichen.

In Weinhausen gab es Bürgerhinweise auf eine notwendige Verbesserungen am „Standort der Vereine“. Diesen soll nachgekommen werden, entschied der Gemeinderat. Die neu installierten Straßenlampen in Beckstetten bereiten den Bürgern Probleme. Sie schalten angeblich zu früh ein und zu spät aus. Bürgermeister Franz Hauck werde sich mit dem LEW diesbezüglich in Verbindung setzen. Konträr verliefen die Diskussionen über eine zusätzliche Beleuchtung am Kirchberg. Notwendiger erschien dies einigen Räten im Bereich der Bahnhofstraße. Ein Angebot soll eingeholt werden. Den Kirchberg werde man im Auge behalten, um zu gegebener Zeit das Thema nochmals zu behandeln.

Schon geschehen

Das in der Bürgerversammlung angesprochene marode Bushäuschen in Eurishofen brachten Gemeindearbeiter mittlerweile „auf Vordermann“, wie Hauck erklärte. Ein niedrig verlaufendes und durchhängendes isoliertes Stromkabel am östlichen Ortsrand prüfe nun LEW. Die Straßenbeleuchtung im unteren Dorf würde derzeit beobachtet. Ob sie ausreicht, solle festgestellt werden.

Der Jengener Kirchenpfleger der Pfarrkirchenstiftung St. Martin beantragte stellvertretend für sämtliche Pfarrkirchenstiftungen im Gemeindegebiet eine Beteiligung an den Kosten für die Neueinrichtung des Pfarrbüros in Waal. Dabei gehe es um einen Zuschuss in Höhe von zehn Prozent an den Investitionskosten in Höhe von knapp 5.800 Euro. Der Gemeinderat billigte diesen einmaligen Zuschuss einstimmig.

Laut Jengens Gemeindeoberhaupt erhöhten sich die Elternbeiträge für die Kindertagesstätten in der Gemeinde Jengen für das Betreuungsjahr 2020/2021 um vier Prozent. Vorab erteilte die Bischöfliche Finanzkammer Augsburg bereits ihr Einverständnis und so werden die Gebühren der Kindertagesstätte St. Agatha in Beckstetten entsprechend angepasst. Ab September 2020 gelten diese Elternbeiträge gleichermaßen für die Kindertagesstätte St. Felizitas in Weinhausen und die Kindertagesstätte St. Agatha in Beckstetten.

Hauck beglückwünschte abschließend die zum 100. Mal an einer Sitzung teilnehmende und darüber im Gemeindeblatt berichtende Annelie Gerlach.

Klaus-Dieter Körber

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