Ein Funkmast auf Aufkircher Flur?

Gemeinderat Kaltental vertagt Entscheidung und berät über Geschäftsordnung

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Symbolbild

Markt Kaltental – Nach einer Eingewöhnungsphase für die neuen Räte fand nun die erste allgemeine Gemeinderatssitzung des Kaltentaler Gemeinderats im Pfarrheim Frankenhofen statt. Neben kleineren Satzungsänderungen sorgte vor allem der geplante Stahlgittermast für Funktdienste für Gesprächsstoff.

Und vor allem Zweifel unter den Gemeinderatsmitgliedern.

Nach einem Antrag der Deutschen Funkturm GmbH, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG, im Jahr 2017 hatte bereits im Januar 2018 eine Sitzung mit der Telekom stattgefunden. Die von der Gemeinde vorgeschlagenen Standorte, unter anderem am Wertstoffhof in Blonhofen, wurden als ungeeignet abgelehnt. Nun soll ein 35 Meter hoher Stahlgittermast mit einem 6,50 Meter breiten Fundament in Aufkirch in Richtung Welden in Nähe der Gemeindekiesgrube aufgestellt werden. Während die untere Naturschutzbehörde bereits ihre Einwilligung gegeben hat, fehlen noch die Unterschriften der Nachbarn. 

Allerdings ließen sich die Gemeinderatsmitglieder deutlich anmerken, dass sie mit der Standortwahl alles andere als zufrieden sind. Es sei zu klären, ob dies nicht eine Beeinträchtigung für das Ortsbild bedeute oder ob der Funk nicht auch alternativ mit der bereits vorhandenen Stromtrasse verknüpft werden könne. Einstimmig wurde die Entscheidung vertagt, verbunden mit dem Beschluss, die Telekom zur nächsten Sitzung einzuladen.

Höhere Entschädigung

Sowohl über die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechtes als auch über den Erlass einer neuen Geschäftsordnung wurde beraten und abgestimmt. So wird die Entschädigung für Gemeinderatsmitglieder statt 20 Euro zukünftig 25 Euro betragen. In Zukunft darf Bürgermeister Einzelfallentscheidungen bis zu einer Höhe von 7000 Euro selbst fällen. Zuvor war die Grenze bei 4000 Euro. Zur Gemeinderatssitzung eingeladen werden soll weiterhin entweder schriftlich oder elektronisch. Über ein Rats­informationssystem wird allerdings nachgedacht. In dringenden Fällen soll zukünftig auch eine Ladungsfrist von 24 Stunden ausreichen. Bekanntmachungen zu Satzungen und Verordnungen erfolgen über das Gemeindeblatt und die Homepage.

Auch wenn in diesem Jahr wenig Möglichkeit zum Feiern gegeben ist, wurde dem Antrag des Musikvereins für die Bezuschussung von Fleecejacken statt gegeben. Hierfür sollen sowohl eine Spende der Sparkasse als auch zusätzlich 500 Euro von der Gemeinde verwendet werden.

Fehlerteufel

Bei den Besetzungen der Vertreter der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Westendorf war in der konstituierenden Sitzung ein Fehler unterlaufen. So muss das Amt des Stellvertreters des Bürgermeisters, das zunächst Klaus Hefele zugedacht war, von der Zweiten Bürgermeisterin übernommen werden, sodass diese Aufgabe nun Claudia Hindelang zufällt.

Am Ende konnte Hauser noch etwas Erheiterndes erzählen. So war der Gemeinderat vom örtlichen Pfarrgemeinderat zur sogenannten Klopapier-Challenge nominiert worden. Dabei muss von den einzelnen Mitgliedern ein Video geschnitten werden, in dem symbolisch die seit Corona so berühmte Klopapierrolle weitergereicht wird. Hauser berichtete, dass dem Gemeinderat dies in der Frist von 48 Stunden gelungen sei und deshalb nun keine Brotzeit für den Pfarrgemeinderat fällig sei.

Agnes Reißer

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