Gemeinderat Mauerstetten favorisiert Neubau eines Feuerwehrgerätehauses

Neubau statt Sanierung?

+
Die Sanierungsvariante am Mauerstettener Feuerwehrgerätehaus wurde vom Gemeinderat einstimmig verworfen und stattdessen ein Neubau als sinnvollere Lösung ins Auge gefasst.

Mauerstetten – „Sanierung oder Neubau des Feuerwehrgerätehauses? Dieser Frage stellte sich der Gemeinderat Mauerstetten in seiner jüngsten Sitzung.

Wie Bürgermeister Armin Holderried betonte, beschäftige man sich schon seit längerer Zeit mit diesem Thema. „Das Gerätehaus weist etliche Defizite auf und entspricht keineswegs den entsprechenden Vorschriften“, so der Rathauschef in seiner Einleitung. Es mangle bei der Fahrzeug-Unterbringung und auch bei den Unfallverhütungsvorschriften für die Feuerwehrleute. Aufgrund dieser Mängel habe der Gemeinderat bereits in einer Sitzung im Januar diesen Jahres den Beschluss gefasst, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben (wir berichteten). Dabei wurde geprüft, ob am jetzigen Standort, durch Umbaumaßnahmen, den gesetzlichen Vorschriften entsprechend, insgesamt vier Fahrzeugstellplätze geschaffen werden können. Außerdem mussten die damit verbundenen Umbaukosten ermittelt werden.

Nach Abschluss der Studie zeigte sich, dass ein geplanter Umbau wohl möglich wäre, aber für die Zukunft keine Erweiterungsmöglichkeiten vorhanden seien und man auch keine optimale Verkehrsanbindung verwirklichen könne. Daraufhin habe man alternativ die Kosten eines Neubaus gleichen Rauminhalts ermitteln lassen. Dabei stellte sich heraus, dass die Kosten von rund 2,3 Millionen Euro für eine Sanierung beziehungsweise eines Neubaus nahezu identisch seien.

Bürgermeister Holderried betonte abschließend: „Ein Handlungsbedarf ist dringend erforderlich, schließlich ist die Feuerwehr für uns eine Pflichtaufgabe“. Ein passendes Grundstück, über dessen Lage er noch nicht öffentlich sprechen wolle, sei vorhanden. Und so bat er die Ratsmitglieder um deren Meinung und Entscheidung, ob eine Sanierung oder ein Neubau die sinnvollere Lösung wäre, wobei man aber auch den anstehenden Neubau der Dreifachturnhalle nicht ganz vergessen dürfe.

In der folgenden Diskussion zeigte sich, dass der Gemeinderat aufgrund der aufgezeigten Fakten einen Neubau als die bessere Lösung in Betracht zog, allein schon wegen der nicht weit auseinander liegenden Kosten. Allerdings solle großer Wert auf den künftigen Standort gelegt werden. Schließlich, und darin war man sich ebenfalls einig, gehöre die Feuerwehr in die Mitte eines Ortes. Bürgermeister Holderried erklärte dazu abschließend, dass die Standortfrage noch nicht endgültig entschieden sei. Jedoch sehe er aus den Reaktionen und Wortmeldungen aller Ratsmitglieder, dass die aufgeführten Defizite nur durch einen Neubau zu beseitigen wären.

Daraufhin entschied sich der Gemeinderat einstimmig, die zunächst ins Auge gefasste Umbau- und Sanierungsvariante zu verwerfen und die künftigen Planungen und Diskussionen bis zu einem endgültigen Baubeschluss in Richtung eines Neubaus weiter fortzuführen.

Neue Verkaufsstellen- Verordnung

Das Gremium stimmte mehrheitlich zu, eine neue Verkaufsstellenverordnung zu erlassen und die bisherige Verordnung zu ändern. Demnach soll zunächst einmalig neben dem traditionellen verkaufsoffenen Sonntag Ende November anlässlich des Adventsmarktes - „Weg des Schenkens“ - ein weiterer verkaufsoffener Sonntag, am 15. Oktober 2017 - dazukommen. Nachdem neun Firmen sich zusammengeschlossen haben und mit der „1. Dorfmesse Mauerstetten“ einen weiteren Markt an diesem Tag geplant haben. Laut Gemeinderat sei dies ein willkommener Impuls und unterstütze diese Bemühungen. Dementsprechend dürfen am 15. Oktober diesen Jahres - zunächst einmalig zum ausprobieren - alle Verkaufsstellen im Ort für 5 Stunden zum Verkauf geöffnet sein.

Von Klaus Dieter Körber

Auch interessant

Meistgelesen

Verheerender Brand in Wohnhaus 
Verheerender Brand in Wohnhaus 
Eiskunst und Winterzauber
Eiskunst und Winterzauber
Heiter, besinnlich, philosophisch
Heiter, besinnlich, philosophisch
Erster Einsatz: Weihnachtsmarkt
Erster Einsatz: Weihnachtsmarkt

Kommentare