Kühllager kann gebaut werden

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Nach Anpflanzung von hohen Bäumen könnte sich die Sicht auf die Ostseite der Halle in einigen Jahren so entwickelt haben.

Mauerstetten – Die erste Hürde zum Bau einer neuen Halle am bestehenden Standort in Mauerstetten hat das Unternehmen Jos. Kaes nun genommen. Nachdem vom Bauherrn am bisherigen Entwurf noch einige Änderungen vorgenommen worden waren, gab die Bürgervertretung nach kurzer Diskussion und Anpassung einiger Details im Bebauungsplan ihr einstimmiges Votum für das Projekt etwa 500 Meter westlich der Gemeinde. Dem Bauantrag auf Neubau eines Mehrfamilienhauses wurde ebenfalls zugestimmt.

Wie berichtet, hatte sich der Gemeinderat in seiner vorherigen Sitzung nach längerer Diskussion vertagt. Kernpunkt war die geplante rund 15 Meter hohe Wand auf der Ostseite der Halle, die vom Dorf her sichtbar ist. Aufgrund der Abmessungen befürchteten die Gemeindevertreter, dass sich der Blick auf die Landschaft „stark verändere“. „Der Bauherr zeigte Verständnis für diese Sorgen und hat die Höhe auf nunmehr 14 Meter reduziert“, sagte Bürgermeister Armin Holderried und ergänzte: „Mehr war aber nicht drin.“ Schon deshalb, weil ansonsten nach Darstellung des Unternehmens 2.400 Stellplätze wegfallen würden, die jedoch benötigt werden.

Holderried zeigte anhand der vom Büro „Eisele Architekten“ entworfenen Grafiken auf, dass neben einer Humusaufschüttung auch die Anpflanzung von etwa sieben Metern hohen Bäumen vorgesehen ist, welche durch ihr Wachstum im Lauf der Jahre die Sicht auf die Wand angenehmer gestalten. 7.000 Quadratmeter Ausgleichsfläche werden ebenfalls vom Bauherrn erbracht. Eine von Peter Niederthanner geforderte verpflichtende Fassadenbegrünung fand zwar keine Mehrheit, aber die Ergänzung, dass auf dem Dach des östlich gelegenen Tiefkühllagers mit Ausnahme von Fotovoltaik keine technischen Anlagen installiert werden dürfen. Werner Semtner regte an, dass für den Fassadenanstrich gedämpfte Farbtöne verwendet werden. Der Vorentwurf geht damit in die erste Beteiligungsrunde für die Öffentlichkeit und rund 30 Behörden, welche Einwände vorbringen können.

Dem Antrag zum Bau eines Mehrfamilienhauses mit vier Wohneinheiten, fünf Fertiggaragen und vier Stellplätzen am Vogelangerweg 1 und 3 stimmten die Räte zu, obwohl dort laut Bebauungsplan nur Einzelhäuser mit zwei Wohnungen vorgesehen sind.

Im informellen Teil kündigte Gemeinderat Johannes Nieberle an, seine bereits in der letzten Sitzung angefragte Stellungnahme bezüglich einer möglichen B12-Abfahrt im Kaufbeurer Süden als schriftlichen Antrag einzureichen. Holderried informierte, dass das bereits angekündigte Verkehrsgutachten Ende Oktober zur Verfügung stehe.

von Wolfgang Becker

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