Sieben kommen und sieben bleiben

Gemeinderat Pforzen wählt zweiten und dritten Bürgermeister – Abschied von Ratsmitgliedern

+
Die neugewählte Pforzener Führungstroika: 2. Bürgermeister Torsten Stöckle (v. li.), Ute Nothelfer-Krull, 1. Bürgermeister Herbert Hofer und 3. Bürgermeister Andreas Schafnitzel.

Pforzen – Zur konstituierenden Sitzung traf sich kürzlich der Pforzener Gemeinderat. Aufgrund der Corona-Beschränkungen in der Schulturnhalle. Sieben Räte, die bei der  Kommunalwahl nicht mehr angetreten waren, verabschiedete und sieben „Neue“ vereidigte der erste Bürgermeister Herbert Hofer.

Des Weiteren wählte das neu besetzte Gremium den Zweiten und Dritten Bürgermeister.

Zunächst begrüßte Bürgermeister Hofer die Anwesenden zur ersten offiziellen Zusammenkunft der neuen Legislaturperiode. Eine Wiederwahl gelte als Anerkennung der geleisteten Arbeit. Dies trifft in der Gemeinde Pforzen auf sieben verbliebene Gremiumsmitglieder zu. Das bedeute hinsichtlich künftiger Aufgabenbewältigung eine gewisse Kontinuität, die dazu diene, Erfahrungswissen zu erhalten und gleichzeitig für neue Entscheidungen nutzbar zu machen, sagte Hofer. 

Andererseits hätten sich sieben Gemeinderatsmitglieder dazu entschlossen, bei der anstehenden Kommunalwahl nicht mehr zu kandidieren. Dadurch müssten nun sieben neugewählte Kollegen integriert werden, um die Arbeit auf kommunaler Ebene erfolgreich fortzuführen. Mit der Übernahme eines solchen Ehrenamtes habe jeder eine verantwortungsvolle Aufgabe für das Wohlergehen der Gemeinde und deren Bürger übernommen. Dabei handle es sich „salopp ausgedrückt beileibe nicht um eine vergnügungssteuerpflichtige Aufgabe“, so Bürgermeister Hofer. Dafür seien die anfallenden Aufgaben zu groß.

Vereidigung und Wahlen

Anschließend nahm das Gemeindeoberhaupt die Vereidigung der neu gewählten Ratsmitglieder vor. Markus Holzmann, Alexander Hutler, Max Lang, Georg Mandalos, Georg Papageorgiu, Dr. Martin Ryl und Daniel Städele sind die „Neuen“.

Einstimmig einigte sich das Gremium, auch in der kommenden Legislaturperiode daran festzuhalten, dass zwei Stellvertreter den ersten Bürgermeister bei seinen Amtsgeschäften unterstützen. Torsten Stöckle wurde zum Vize gewählt und Andreas Schafnitzel erhielt in einem weiteren Wahlgang die meisten Stimmen und bekleidet nun das Amt des dritten Bürgermeisters.

Nach kurzer Diskussion einigte sich der Kreis der Räte einstimmig, künftig, neben den drei Bürgermeistern, mit Ute Nothelfer-Krull noch eine Stellvertreterin zu benennen.

Verabschiedung der Ratsmitglieder

Mit einem gewissen Bedauern, nach jahrelanger erfolgreicher Zusammenarbeit, verabschiedete Hofer zum Abschluss sieben Gemeinderäte und dankte mit einem Präsent für die zum Wohl der Gemeinde geleistete Arbeit. Mit großem Einsatz und Engagement hätten die zu verabschiedenden Ratsmitglieder in all den Jahren, getreu dem Bibelspruch, „Suchet der Stadt Bestes“, das in sie gesetzte Vertrauen erfüllt und bei entscheidenden Weichenstellungen für eine erfolgreiche Zukunft innerhalb der Gemeinde mitgewirkt.

Sechs Jahre „an Bord“ waren Josef Stechele und Jochen Miller. Auf zwölf Jahre kamen Wolfgang Altthaler und Elke Jackesch, Thomas de Paly als Nachrücker sogar auf 14 Jahre. Als eines der „längst gedientesten“ Gemeinderatsmitglieder wurde Günter Kreit für seine geleistete Arbeit gedankt und von Christine Peukert, die für Kreit als Nachrückerin die letzten vier Monate in der vergangenen Legislatur tätig war nahm man ebenfalls Abschied.

Abschied von Josef Freuding

Abschließend widmete Bürgermeister Herbert Hofer dem ausscheidenden zweiten Bürgermeister Josef Freuding ein eigenes Kapitel. Schließlich gehörte Freuding dem Gemeinderat 24 Jahre an, davon die letzten zwölf Jahre als 2. Bürgermeister. Ein sicherlich oftmals auch „streitbarer Kopf“, wie Herbert Hofer sagte, aber auch ein Pragmatiker der sich immer für das Allgemeinwohl und seine Gemeinde mit allen Ortsteilen engagiert habe. Schlagworte wie „Dorferneuerung, Biodiversität, Artenvielfalt, Blühstreifen und -patenschaften sowie Heimat und Kultur“ seien untrennbar mit seinem Namen verbunden. Mit viel Durchsetzungsvermögen und „langen Atem“ konnte er letztlich seine Ziele erreichen. Diesen „langen Atem“ wünschte ihm Hofer auch für die Zukunft.


Klaus-Dieter Körber

Auch interessant

Meistgelesen

Thema Ausweichschule in Marktoberdorf wird erneut im Stadtrat behandelt
Thema Ausweichschule in Marktoberdorf wird erneut im Stadtrat behandelt
Pkw in Bronnen rundum verkratzt und eingedellt, Scheibenwischer verbogen
Pkw in Bronnen rundum verkratzt und eingedellt, Scheibenwischer verbogen
Auto fängt nach Unfall bei Unterthingau Feuer: Frau aus Kaufbeuren stirbt
Auto fängt nach Unfall bei Unterthingau Feuer: Frau aus Kaufbeuren stirbt
Ermittlungserfolg der Kripo Kaufbeuren: Räuber (34) nach zwei Monaten festgenommen
Ermittlungserfolg der Kripo Kaufbeuren: Räuber (34) nach zwei Monaten festgenommen

Kommentare