Gemeinsam für ein neues Gotteshaus

Die beiden Pfarrer Christoph Grötzner (li.) und Wolfgang Krikkay (3.v.li.) blicken freudig in die Zukunft der evangelischen Gemeinde. Florian Nagler (2.v.li.) und Sebastian Streck vom Architekturbüro Nagler (München) sind für die Planung zuständig.

Zum lange erwarteten Spatenstich für den Neubau der Neugablonzer Christuskirche haben sich am vergangenen Mittwoch der Oberbürgermeister Stefan Bosse, die beiden Pfarrer Christoph Grötzner und Wolfgang Krikkay, Architekten, Förderer und Mitglieder der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde getroffen. In dem feierlichen Rahmen standen, dem kirchlichen Anlass gemäß, die Segnungen und Glückwünsche zum Baubeginn im Vordergrund.

Die neue Christuskirche, die nach ihrer Vollendung im Gegensatz zum jetzigen Zustand auch das Gemeindehaus beherbergen wird, soll laut Grötzner „eine Begegnungsstätte werden für die vielen unterschiedlichen Menschen, die hier leben“. Nur in der Gemeinschaft könne man eventuelle schwierige Phasen im Lauf des Bauprojekts meistern. „Endlich ist es so weit“, freut sich der Geistliche. Mehrmals hatte man den Beginn der Bauarbeiten verschieben müssen, weil auf die Ausschreibungen nicht ausrei- chend Angebote von Firmen eingegangen waren. Jetzt aber sind endlich alle Gewerke vergeben, als ausführendes Büro fungiert der Sieger des Realisierungswettbewerbs von 2006: „Nadler Architekten“ aus München. Der Neubau sei dringend nötig, so Pfarrer Grötzner: „Spätestens seit 2002 haben wir die 1955 errichtete Kirche genauer unter die Lupe genommen und festgestellt, dass weder die Heizung noch die Barrierefreiheit oder das Treppenhaus zukünftigen Ansprüchen genügen könnten. Auch soll das zukünftige Gotteshaus rund 350 statt bislang maximal 250 Menschen Raum bieten. Großzügige Helfer Erfreut zeigte sich Grötzner über die zahlreiche Hilfe und Unterstützung von allen Seiten, die auch beim Spatenstich spürbar waren. So überreichte die örtliche VR-Bank eine großzügige Spende für die Anschaffung eines Fahrstuhls. Als „Segensspender“ nahm der altkatholische Geistliche Armin Strenzl an der Feier teil; ein „schönes Zeichen der Ökumene“, betont Grötzner. Für das musikalische Programm sorgten die „Sterne“. Am Bau selbst unterstützt die sozialpädagogische Praxis Mohring die berufsmäßigen Handwerker mit einem Projekt. Ausgewählte Jugendliche arbeiten dort mit und „erarbeiten sich dadurch auch eine neue Chance in der Gesellschaft“, wie es Jörg Mohring ausdrückt. „Wir sind aber keine Konkurrenz für reguläre Firmen, sondern übernehmen Hilfsarbeiten“, stellen Mohring und sein Kollege Albert Reiter klar. Seit rund zweieinhalb Monaten bekommen die jungen Menschen hier nun schon die Chance, zu zeigen was sie können. „Wenn der Bau fertig ist, wird man von all diesen Details wie auch von den Fundamentarbeiten nichts mehr sehen können“, sinniert Pfarrer Christoph Grötzner: „Hoffentlich trägt all dies Früchte und die neue Kirche wird von den Menschen willkommen geheißen - wir freuen uns schon auf die Besucher!“

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